Der Firmendirektor Godtfred Kirk Christiansen und Sohn des Lego-Firmengrüngers, Ole Kirk Christiansen. eröffnet am 7. Juni 1968 das anfangs 3,8 Hektar große erste „Legoland“ des Spielwarenherstellers Lego in der dänischen Kleinstadt Billund etwa 55 Kilometer nordöstlich von Esbjerg mit etwa 6.300 Einwohnern.

„Legoland“ ist der Name von sieben Freizeitparks, die sich thematisch an Lego-Spielzeug orientieren. In den Parks sind mit Legosteinen nachgebildete Wahrzeichen aus aller Welt zu sehen. Auch die Fahrgeschäfte wurden im Stil der Legosteine gebaut. Seit 2005 gehören die Legoland-Parks zum britischen Betreiber von Freizeitparks, der Merlin Entertainments Group, der nach Disneyland der zweitgrößte Betreiber von Freizeitparks weltweit ist.

Vom ersten Legoland im dänischen Billund expandierte der Freizeitpark und eröffnete weitere Legoland-Parks in Sierksdorf (!973), im britischen Windsor (1996), im kalifornischen Carlsbad (1999) und im Mai 2002 im deutschen Günzburg. Alle Legoland-Parks sind für ihr jeweiliges Miniland bekannt, in dem internationale und nationale Wahrzeichen aus Lego-Steinen nachgebaut wurden.

Das erste deutsche Legoland befand sich von 1973 bis 1976 auf dem Gelände des heutigen Hansa-Parks in Sierksdorf. Einige der Fahrgeschäfte von damals existieren noch heute in veränderter Form, z. B. die Western-Eisenbahn und die Koggenfahrt (damals Kohlraupe).

2005 verkaufte Lego seine vier Parks für 375 Millionen Euro der US-amerikanischen Investmentfirma Blackstone Group. Die Freizeitparks wurden in das neue Unternehmen Merlin Entertainments Group’ eingebracht, an dem Blackstone 70 Prozent und die dänischen Lego-Eigentümer, die Familie der Lego-Gründer Ole und Godtfred Kirk Christiansen, 30 Prozent der Anteile hielten. Inzwischen ist als weiterer Investor dort die Dubai International Capital LLC hinzugekommen. Weitere Legoland Parks wurden 2011 in Florida (USA), 2012 in Malaysia und 2016 in Dubai eröffnet. Weitere zukünftige Standorte sind Korea und Japan.

Das älteste am 7. Juni 1968 eröffnete Legoland befindet sich in der dänischen Stadt Billund, in der auch Lego beheimatet ist. Das Legoland Billund ist in neun verschiedene Themenwelten aufgeteilt: „Duplo Land“, „Imagination Zone“, „Legoredo Town“, „Adventure Land“, „Miniland“, „Pirate Land“, „Knights’ Kingdom“, „Polar Land“ und „Lego City“. Der Vergnügungspark wurde von 3,8 Hektar auf mittlerweile 14 Hektar erweitert. 2014 wurde er von 1,925 Millionen Menschen besucht und ist damit die meistbesuchte Touristenattraktion Jütlands. Inzwischen ist der Park in seiner Fläche durch außenstehende Bebauung begrenzt. So kam es 2013 zur Schließung zweier Kinderattraktionen um „Ghost“ und „The Hounted House“ als Saisonneuheit 2014, erbauen zu können.

Das erste Legoland Deutschlands befand sich von 1973 bis 1976 auf dem Gelände des jetzigen Hansa-Parks in Sierksdorf an der Ostsee. Das Legoland Deutschland in der bayerischen Stadt Günzburg wurde am 17. Mai 2002 eröffnet und wird jährlich von etwa 1,3 Millionen Menschen besucht. Dem Unternehmen gehört ein Areal von 140 Hektar. Davon sind 70 Hektar bebaut, wovon etwa 20 Hektar auf Parkplätze, 14 Hektar auf den Erlebnisbereich für Besucher und 8 Hektar auf das Legoland Feriendorf entfallen. Das Legoland begrüßte im Jahr 2005 bereits seinen fünfmillionsten Besucher und gehört somit zu den meistbesuchten Touristenattraktionen in Bayern. Das Legoland Deutschland wurde 2012 als kinderfreundlichster Freizeitpark ausgezeichnet.

Im Park wurde eine Miniaturlandschaft aus über 25 Millionen Lego-Bausteinen aufgebaut, das sogenannte „Miniland“. Im „Miniland“ werden detailreiche Szenerien nachgebaut, derzeit:

  • Berlin
  • Frankfurt
  • Hamburger Hafen
  • Niederlande
  • Schloss Neuschwanstein
  • schwäbische Dorflandschaft
  • Schweiz
  • Venedig
  • Allianz Arena (München) mit über 30.000 Figuren und vielen Lichteffekten (seit 2005)
  • Star Wars – berühmte Szenen aus Episode 1-6, sowie aus Clone Wars (seit Juni 2011)
  • Augsburger Rathaus (seit 2015)
  • High Five: Fünf der höchsten Wolkenkratzer der Welt im Maßstab 1:150: der Burj Khalifa in Dubai, der Shanghai Tower, die Abraj Al Bait Towers in Mekka, das One World Trade Center in New York City und das Pingan International Finance Center in Shenzhen, sowie der Pariser Eiffelturm und der Aussichtsturm des Legolands als Größenvergleich (seit 2016).

Das größte Bauwerk im „Miniland“, die Allianz Arena, wurde im Maßstab 1:50 in 4.209 Arbeitsstunden aus über einer Million Legosteinen zusammengebaut. Das Modell wiegt 1,5 Tonnen. Im Legoland gestalten acht Modellbauer aus bis zu 2000 verschiedenen Elementen in rund 60 verschiedenen Farben – alles handelsübliche Lego-Steine – ihre Arbeiten.

Neben den aufwendigen Lego-Landschaften finden sich zahlreiche Spielattraktionen für Kinder. Die Achterbahnen sind teils auch für Kleinkinder geeignet. Zu den Themenwelten im deutschen Legoland gehören: „Lego X-treme“, „Knights’ Kingdom“, „Lego City“, „Miniland“, „Land der Abenteuer“, „Imagination“ sowie „Land der Piraten“. Der letztgenannte Bereich wurde 2007 eröffnet und ist mit einer Fläche von 5.000 Quadratmetern die größte Erweiterung des Parks seit seinem Bestehen.

Mitunter wird sehr zeitnah auf aktuelle Ereignisse reagiert, so im Frühjahr 2009 auf den Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama in Berlin. Die bis dahin vor dem Lego-Reichstagsgebäude aufgebaute Loveparade wurde durch eine Ehrenformation mit Präsident, Bundeskanzlerin, diversen Begleitpersonen, Präsidentengattin (etwas abseits) und Präsidenten-Hund „First Dog Bo“ ersetzt.

von

Günter Schwarz – 07.06.2017