Bei Verhandlungen über den Thron Dänemarks einigen sich die drei Kronanwärter Svend III., Knut V. und Valdemar I. auf eine Landesteilung. Beim darauffolgenden Versöhnungsbankett in Roskilde versucht sich Sven jedoch der Konkurrenz zu entledigen. Bei diesem „Blutfest von Roskilde“ wird Knut enthauptet. Valdemar kann dem Blutbad jedoch entkommen und besiegt Sven am 23. Oktober in der Schlacht auf der Grathe Hede vernichtend. Letzterer wird auf der Flucht erschlagen, so dass Valdemar unumstrittener Herrscher in und zum über ganz Dänemark wird.

Das „Blutfest von Roskilde“ am 9. August 1157 war zwischen den drei Bewerbern zur königlichen Macht in Dänemark eigentlich als ein Versöhnungsfeier geplant gewesen: Svend III. Grathe [König von Skåne (Schonen)], Knud V. [König von Sjælland (Seelands König)] und Valdemar I. [König von Jylland (Jütland)]. Zum Ort des Versöhnungsfest hatte man sich auf Knuds königlichem Gut in Roskilde geeinigt.

Svend von Skåne hatte jedoch von vornherein geplant, seine Konkurrenten zu ermorden und ihre Getreuen festzusetzen. Der Hausherr in Roskilde, Kong Knud V. von Sjælland wurde getötet und Valdemar I. Von Jylland wurde zwar am Oberschenkel bei dem Angriff auf ihm schwer verletzt, aber dennoch gelang es ihm mit Hilfe seiner Pflegebrüder Esbern Snare und Absalon nach Jyllland zu entkommen.

Kurz nach dem misslungenen Angriff auf Valdemar zog Svend mit seinem Skåne-Sjælland-Heer durch Jylland auf der Suche nach Valdemar und dessen „Hirtenheer“. Am 23. Oktober 1157 trafen die Heere der beiden Kontrahenten bei Grathe Hede in der Nähe von Silkeborg, und es kam zur Schlacht Valdemars Heer besiegte schließlich die Angreifer, und Svend von Skåne wurde bei den Kampfhandlungen getötet.

Valdemar I. konnte dann die drei Teile des Landes vereinen und sich damit zum König von Dänemark erklären.

von

Günter Schwarz – 09.08.2017