(København) – Die Marine teilte mit, das U-Boot war am Freitagmorgen nicht wie erwartet nach København zurückgekehrt, nachdem es am Donnerstagabend um 20:30 Uhr den Hafen verlassen hatte. Das Boot war zu einer Fahrt in das Seegebiet zwischen der dänischen Hauptstadt und der ca. 100 km entfernt gelegenen Insel Bornholm ausgelaufen.

Nach Informationen des dänischen Fernsehsenders Danmarks Radio soll es sich um eines der größten Privat-U-Boote der Welt, die „Nautilus“, handeln. Es hat eine Länge von 17,8 Meter und eine Wasserverdrängung von 40 Tonnen. Die Tauchtiefe des Bootes beträgt bis zu 480 Meter. Gebaut wurde es 2008 von dem dänischen Ingenieur Peter Madsen.

Zwei Hubschrauber und drei Schiffe der Marine suchen zwischen København und der Ostseeinsel Bornholm nach dem U-Boot. Zudem rief die dänische Marine alle Bootsbesitzer, die über ein Boot mit Sonaranlage verfügen, dazu auf, sich wenn möglich an der Suche in dem Seegebiet zu beteiligen.

Am Freitagnachmittag soll laut DR1 zu dem Boot kurzzeitig Funkkontakt bestanden haben, bei dem von technischen Problemen berichtet worden sein soll. Unbestätigten Twitter-Meldungen nach soll das Boot in der Køgebucht vor der Insel Sjælland (Seeland) gesichtet worden sein. Dennoch wird die Suche nach dem U-Boot am heutigen Samstag fortgesetzt.

Bereits 2010 gab es eine Explosion an Bord dieses Bootes, woraufhin das U-Boot umfassend repariert und überholt wurde.

von

Günter Schwarz – 12.08.2017