Der dänische Jurist. Peter Georg Bang, der konservative dänische Politiker, der als vierter Statsminister (1854 – 1856), erst mit dem Titel Premierminister und ab 1855 Konseilspräsident, regiert, wird am 07. Oktober 1797 in København geboren.

Der Sohn des Roskilder Dompropstes Jacob Bang und der Anna Cathrine Sophie Hansen schrieb sich 1813 als Student auf der Frederiksborg-Schule ein, die der bis1816 besuchte und 1820 als jurist promovierte. Sodann trat Bang einer Anwaltskanzlei bei, in der verschiedene Positionen besetzt, bis er nach einem Studienaufenthalt im Halbjahr 1826 Assessor am Obersten Gerichtshof wurde und zudem 1830 Gast-Professor für Römisches Recht an der Universität København wurde.

1834 wurde er ordentlicher Professor und 2 Jahre später Quästor der Universität und Mitglied des Vorstands der Nationalbank. Von diese Positionen traten jedoch 1845 zurück, als er zum Abgeordneten der Abgeordnetenkammer ernannt wurde und somit der Volksvertretung beitrat.

Zunächst wurde Bang zum königlichen Kommissarius bei der Provinzialständeversammlung in Roskilde und Viborg ernannt, bis er 1848 zum Innenminister aufstieg. Dieses Amt versah er mit Unterbrechungen bis 1856. Von 1851 bis 1852 wirkte er als Kultusminister und am 12. Dezember 1854 ernannte ihn der dänische König zum Premierminister. Ab dem 16. Oktober 1855 erhielt er den Titel Konseilspräsident statt der Bezeichnung Premierminister. Bang war damit der letzte dänische Regierungschef mit dem Titel eines Premierministers. Peter Bang blieb bis zum 18. Oktober 1856 im Amt.

Nach seinem Tod am 02. April 1861 wurde 1868 der „Peter Bangs Vej“ (vorher: „Klammerivej“) in Frederiksberg nach ihm benannt.

von

Günter Schwarz – 07.10.2017