Der dänische Journalist, Politiker und Handelsminister in der Anker-Jørgensen-III-Regierung, Arne Christiansen, wird am 09. Oktober 1925 in dem 210 Seelenort Nordby auf der Kattegat-Insel Samsø geboren.

Arne Christiansen war der Sohn des Bauern Jens Johan Christiansen (Jg. 1888) und der Hausfrau Augusta Jensine f. Cramer ( 1893). Seine Familie lebte schon seit vielen Generationen auf der Insel Samsø in in dem kleinen Dorf Nordby.

Christiansen arbeitete als Journalist zunächst für die Bogense Avis und das Fyn Venstreblad und ab 1947 für die Fyn Tidene.1960 wurde er als Pressesprecher im Landwirtschaftsrat tätig und wurde für diese Organisation Pressefachmann in New York, die der dänischen Botschaft in Washington angeschlossen war und bei der er den Titel eines Botschaftsrat innehatte. 1966 kehrte er als Mitglied des Landwirtschaftsrates nach Dänemark zurück.

Christiansen wurde 1968 dann in dem Wahlkreis Givekredsen bei Vejle für die Partei Venstre ins dänische Parlament, dem Folketing, gewählt und blieb Mitglied des Parlaments bis 1984. In der Regierung Anker Jørgensen III diente er als Handelsminister vom 30. August 1978 bis 26. Oktober 1979, wobei sein offizieller Titel „Minister für Handel, Handwerk, Industrie und Versand“ war. Im Jahr 1975 wurde er zum Präsidenten der Außenpolitischen Gesellschaft gewählt, ein Amt, das er von bis 1978 und dann wieder von1980 bis 1988 inne hatte.

1984 beschloss Christensen, das politische Leben im Parlament zu verlassen. In der Zeit von 1984 bis 1992 war er Vorsitzender des Außenhandelsausschusses für den Handel mit den Staatshandelsländern des Commecon bzw. des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe unter Führung der ehemaligen Sowjet Union. In Ausübung dieses politischen Amtes saß Christensen auch in den Vorständen des Dänischen Instituts für Internationale Angelegenheiten und der dänischen Tourismuszentrale.

Christensen verstarb am 8. September 2007 in der Kleinstadt Hillerød im Nordosten der Insel Sjælland (Seeland).

von

Günter Schwarz – 09.10.2017