Halløjsa – er du okay? Die große Sexismus-Welle rollt ja wieder durchs Land. Durch das Twitter-Land sozusagen. Nach den Vorwürfen zur sexuellen Belästigung in Hollywood teilen auch andere Frauen in dem Kurznachrichtendienst Twitter unter dem Hashtag #metoo ihre persönlichen Erfahrungen.

Selbstverständlich gibt es auch in Deutschland viele Frauen, die auf diesem Wege auf ihre Erlebnisse aufmerksam machen. Leider erlangte diese wirklich sinnvolle Aktion außerhalb von Twitter nur wenig Aufmerksamkeit. Mal wieder wird so ein etwas unbequemes Thema unter den Rasen gegraben, bzw. in der Twitterblase gelassen, wo es keinen Unfug anstellt. Während man in Dänemark seitens der Politik reagierte, begnügen sich in Deutschland die Grünen damit, in Berlin Unterwäscheplakate sexistisch zu verteufeln.

Merkst selbst? Ein Fotomodell, welches explizit ihren Lebensunterhalt damit verdient, für Damenunterbekleidung zu werben, wird damit zum „sexistischen Erotik-Modell“ degradiert. Das Problem vieler Frauen ist allerdings auch dann nicht gelöst, wenn man unter dem Sexismus-Fähnchen alle Plakate aus der Hauptstadt entfernt und dazu noch die Nacktfresken aus der Sixtinischen Kapelle meißelt. Das, liebe Leute, ist mal wieder so richtig am Problem vorbei.

Sexismus hat was mit Geisteshaltung zu tun. Wie tief dieser Stachel in der Gesellschaft sitzt, wurde erst letzte Woche wieder deutlich, als 4 Kielerinnen bemerkten, dass irgendein Spaßvogel ihre Bilder von ihren Instagram-Accounts auf eine Porno-Webseite hochlud. Dort wurden diese „normalen Urlaubsfotos“ dann mit den, in Porno-Foren üblichen, menschen- bzw. frauenverachtenden Kommentaren bedacht. DAS ist das Problem – und nicht etwa ein Werbefoto von H&M oder Benneton & Co..

Oder, erklär mir ma’ bitte, wie aus einem schnoddrigen Jugendlichen ein anständiger Mann werden soll, wenn zahllose Asi-Rapper ihm jeden Tag ins Hirn tröten, dass es voll normal ist, seine Freundin Bitch zu nennen, die mal hart an die Wand gefickt werden muss – oder was sonst noch so alles der Text-Kunst-Schmiede dieser asozialen Penner entspringt. Fangt doch da mal an?! Nicht Plakate abreißen, sondern Musik-CD’s versenken. So sieht’s doch aus.

Für’s Internet gilt für Mädchen und Frauen dann noch mal eine extra Reisewarnung. Ich kenne persönlich nämlich keine Frau, die nicht schon im Internet massiv sexuell belästigt wurde. In sozialen Medien – Facebook, Twitter und Foren. Von den Minenfeldern spezieller Chats will ich gar nicht anfangen – dort tobt nämlich so richtig die Wildsau. Und das sind da keine Syrer, Iraker oder Afghanen, sondern gute, fettarschige Deutsche, die mit ihrer vollgepissten Jogging-Hose fein im Internet rumsurfen, während ihre Alte oben im Bett lieg oder bei der Nachbarin schrubben geht, um die Rente aufzubessern.

Diese Leute verwandeln das Internet für jede Frau in so etwas wie die virtuelle Kölner Domplatte zu Silvester. Solche Drecksäue klauen dann auch Bilder aus Social-Media-Seiten, um sie auf irgendwelchen Porno-Foren mit ihren Wichs-Buddies zu teilen. DAS ist Sexismus. Und YEAH – #metoo!!!

Nu kiek mol ni so kloog