Die Aufstellung von Blitzern, die auch volkstümlich auch „Starenkästen“ genannt werden und die die Aufgabe haben, die Geschwindigkeit des fließenden Verkehrs zu senken und somit Unfälle reduzieren zu können, werden in Odense, Aarhus und Aalborg begrüßt.

In Odense wurde eine der insgesamt 11 gefährlichen Straßen im ganzen Land ausgewählt, um als Standort für einen „Starenkasten“ zu dienen, um die Geschwindigkeit der Autofahrer zu messen.

Die Straßenverwaltung und die nationale Polizei haben die Straßen festgelegt, auf denen die ersten permanenten Geschwindigkeitskontrollen eingerichtet werden sollen. Sechs Straßen liegen in Jylland, drei auf Sjælland, eine auf Falster und eine weitere ist der Bogensevej in Odense.

„Es ist ein Glück für die Gemeinde, dass die Straße ausgewählt wurde“, sagt Ellen Drost, Leiterin der Stadtentwicklung in Odense. „Wir freuen uns sehr, dass wir daran arbeiten können, die Straßenverkehrssicherheit zu erhöhen und damit die Unfallzahlen zu senken. Wir haben uns in Zusammenarbeit mit der Straßenverwaltung und der Polizei dafür entschieden, die Straße dafür zu empfehlen, da es sich um eine Straße handelt, die zuvor auf dem Stand einer Landstraße war. Da sich die Stadt jedoch entwickelt hat, gibt es inzwischen auch Bebauung an der Straße.“

„Es befinden sich dort inzwischen zwei Zufahrten aus Wohngebieten. Es ist eine von hoher Geschwindigkeit geprägte Straße, obwohl dort auch viele Radfahrer unterwegs sind – darunter auch Kinder auf dem Weg zur Schule. Also denken wir, dass es ein großartiger Ort ist, um dort mit den Standort gebundenen Blitzern zu beginnen.“

Zunächst haben die dänische Straßenverwaltung, die Rigspolitiet (Reichspolizei) und die Gemeinden in Zusammenarbeit eine Liste von 44 möglichen Standorten für die „Starenkästen“ festgelegt. Von diesen wurden 11 gefährliche Straßen für das Pilotprojekt ausgewählt, was auf lange Sicht zu mehr Blitzerkästen auf den dänischen Straßen führen kann, wenn dieses Projekt sich bewährt.

In Aarhus wurde eine Straße ausgewiesen. Es ist Grenåvej in Risskov. „Es ist ein wichtiger Ansatz für Aarhus, denn die Geschwindigkeit ist oft zu hoch auf der Straße – also ist es ein ausgezeichneter Ort”, sagt Mobilitätsmanagerin Susanne Krawack. „Wir könnten wahrscheinlich noch mehrere Stellen aufzeigen, aber es ist schön, zuerst einige Erfahrungen zu sammeln“, sagt sie.

In Aalborg gab es fünf Straßen in der ursprünglichen Liste. Jedoch wurde zunächst keine der fünf Straßen für einen „Starenkasten“ ausgewählt. Svend Erik Pedersen, Stadtingenieur in der Gemeinde Aalborg, hofft, dass eine dauerhafte Geschwindigkeitskontrolle langfristig auch nach Aalborg kommen wird.

„Aber wir sind völlig zuversichtlich, dass die Straßenverwaltung und die nationale Polizei auf die Standorte hingewiesen haben, an denen die Blitzer die größte Wirkung haben. Wichtig ist, dass die mobilen Blitzanlagen nicht alleine sind, sondern von einer permanent installierten Geschwindigkeitskontrolle ergänzt werden“, sagt er.

von

Günter Schwarz – 29.10.2017