(Lübeck) – In jüngster Vergangenheit erstellen Betrüger vermehrt Kopien ausgesuchter Facebook-Profile mit dem Ziel, von den Geschädigten per SMS Bestätigungscodes für Onlinezahlungen zu erhalten.

Die Masche ist einfach. Der Betrüger sucht sich ein überwiegend öffentlich angelegtes Facebook-Profil ohne oder mit sehr wenig Sicherheitseinstellungen aus. Dann erstellt er ein neues Profil mit demselben Namen und kopiert die vorhandenen Bilder des Originalprofils in das neue Profil hinein.

Anhand der öffentlichen Freundesliste in dem originalen Facebook-Profil werden diese Freunde unter einem Vorwand per Facebook-Messenger angeschrieben. Es wird gebeten, die Handynummer neu zu übermitteln, da diese nicht mehr vorhanden sei. In der Folge werden an die erlangte Handynummer auf Initiative des Täters Codes von Drittanbietern gesendet.

Der angebliche Facebook-Freund kündigt diese Codes an und bittet um deren Weiterleitung an seine Handynummer. Zwar erfolgt in der SMS mit den Codes in der Regel der Hinweis, dass das Einlösen dieser Codes Kosten verursacht, (verschiedene zweistellige Summen), dennoch werden diese in gutem Glauben an den „Facebook-Freund“ weitergeschickt.

Dieser setzt die Codes dann für sich ein und erhält den entsprechenden Gegenwert. Die Gebühr wird jedoch über die Handyrechnung des Geschädigten abgegolten. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, Freundschaftsanfragen über Facebook anzunehmen, wenn Zweifel hinsichtlich der Identität des Absenders bestehen.

Insbesondere sollte man niemals seine persönlichen Daten, vor allem nicht die Handynummer, per Facebook-Messenger versenden. Zahlencodes sollten in jeden Fall nur nach persönlicher Rücksprache weitergeleitet werden, wenn zweifelsfrei feststeht, dass es sich bei dem Empfänger tatsächlich um den Freund oder Bekannten handelt.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Lübeck vom 02.11.2017 um 13:11 Uhr

von

Günter Schwarz – 02.11..2017