Symbolbild: Frauen ziehen sich aus, um Männer zu erpressen.
(Wismar) – Von einem Mann mittleren Alters forderten unbekannte Täter 5.000 EUR für die Nichtverbreitung von Nacktbildern. Wie der Mann bei der Polizei zu Protokoll gab, habe er zunächst in belangloser Art und Weise über das Chatportal Lovoo mit einer Frau kommuniziert.

Folgend habe sie ihm ein Video, in dem sie sich nackt präsentierte, geschickt und gefordert, dass er ihr nun auch entsprechende Aufnahmen von sich zukommen lassen solle. Nachdem der Anzeigenerstatter aus dem Raum Wismar dieses getan hatte, drohte sein Gegenüber die kompromittierenden Bilder zu veröffentlichen, falls die Summe von 5.000 EUR nicht gezahlt würde. Gleichzeitig wurden dem Mann mehrere Zahlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Die Polizeiinspektion Wismar warnt ausdrücklich vor leichtfertigem Umgang mit eigenen Daten. Einmal ins Netz gestellte Bilder lassen sich kaum noch löschen. Sie machen erpressbar und bergen die Gefahr von sogenanntem Internetmobbing. Jeder der ein Smartphone besitzt, weiß, wie schnell Videos und Fotos weitergeleitet oder „geteilt“ werden können.

Geraten Sie gar nicht erst in die Opferrolle. Seien Sie misstrauisch!

Quelle: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Wismar vom 14.11.2017 um 12:57 Uhr

veröffentlicht und bearbeitet von

Günter Schwarz – 14.11.2017