(København) – „Nach dem versehentlich abgegebenen Schuss eines Wacholdaten vor der Synagoge in der Krystalgade in København, der einen Polizisten traf, gibt keinen Grund, die Wachdienstabläufe zu ändern müssen“, sagt Claus Oxfeldt, der Vorsitzende des Politiforbundets (Polizeiverband).

„Es war ein bedauerliches und unglückliches Vorkommnis“, sagt Claus Oxfeldt, „bei dem am Samstag in der Synagoge in Københavns Krystalgade ein Polizist getroffen wurde.“ Jetzt muss das Geschehen untersucht werden, aber scheint es, dass es aus Versehen passiert ist, wie es nach ersten Ermittlungen aussieht.

„Ich habe keinen anzunehmen, dass es sicherheitsrelavante Defizite gibt, die geändert werden müssen. Ich habe nichts kritisches über die Zusammenarbeit zwischen dem Militär und der Polizei in der Krystalgade gehört. Ich nehme es so hin, wie es sich momentan darstellt, Es war ein Unfall“, sagt er.

Der Polizist wurde von dem Schuss in den Arm getroffen, der im Wachraum der Synagoge fiel. Der Soldat war einer derjenigen, die den Polizisten ablösen sollten, als der Schuss fiel und den Polizisten traf. Er ist weder lebensgefährlich verletzt, noch befindet er sich in einem kritische Zustand. Jedoch wurde er so verletzt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste.

„Es ist tragisch, wenn so etwas passiert. Aber es kann passieren, und es passiert leider auch bei uns. Es muss nicht nur ein Soldat sein, der es macht. Aber natürlich ist es tragisch“, sagt Oxfeldt.

Der Vorfall wurde auch von den Streitkräften bestätigt. Aber am Sonntagmorgen war es nicht möglich, die genauen Umstände zu klären, warum der Schuss ausgelöst wurde. Der Fall wird seitens des Militärs jetzt an die Militärstaatsanwaltschaft, an das Forsvarets Auditørkorps weitergeleitet, die den Fall genauestens untersuchen wird.

von

Günter Schwarz – 06.05.2018