Das leise Plätschern von Wellen, die an den Strand schlagen, das sanfte Rauschen eines kleinen Baches, sattes Grün rundherum in Hülle und Fülle, Sonnenschein sowie von netten, lockeren Menschen umgeben und das zu einem möglichst günstigen Preis. Solche Wünsche haben viele, die den kommenden Urlaub planen. Eine gute Möglichkeit, sich diese Wünsche weitgehend zu erfüllen, bietet der Urlaub im Wohnwagen.

Aber soll es ein fester Stellplatz sein oder sollte man besser mobil bleiben? Camping-Fachleute empfehlen, sich darüber vorab genau Gedanken zu machen. Auch stellt sich die Frage, ob das überhaupt etwas für einen ist, denn die Anschaffung eines Wohnwagens ist eine Investition, die den Geldbeutel – anfänglich zumindest – sehr belastet.

„Wir empfehlen, erste Erfahrung mit einem geliehenen, gemieteten Wohnwagen oder Wohnmobil zu sammeln, um herauszufinden, ob diese Art des Urlaubs für einen selbst wirklich infrage kommt. Viele Campingplätze vermieten inzwischen auch Wohnwagen auf ihrem Gelände. So kann ein erster Eindruck gewonnen werden, ob das Campen einem zusagt“, erklärt Frank Frees Mikkelsen, Mitinhaber von NH Camping in Rødekro (Rothenkrug) in der Kommune Aabenraa. Dort können neue und gebrauchte Wohnwagen erstanden werden, aber auch ein reichhaltiges Zubehörsortiment, das Camperherzen höher schlagen lässt, ist dort im Angebot.

Hat sich dann herausgestellt, dass der Wohnwagen als Feriendomizil die richtige Wahl ist, stellen sich jedoch weitere Fragen. „An erster Stelle muss entschieden werden, ob es ein fester Stellplatz (auf Dänisch: „festligger“) werden soll, bei dem der Wohnwagen permanent auf einem Campingplatz steht oder ob der Wohnwagen mobil sein soll. Das ist ein Typfrage, die jeder individuell entscheiden muss, die allerdings auf die Kaufentscheidung großen Einfluss hat, denn Wohnwagen, die auf einem festen Stellplatz stehen, werden meist in größeren Dimensionen gekauft. Das Platzangebot spielt dabei mit die größte Rolle. Ganz anders ist es bei denjenigen, die die mobile Form wählen. Der Wohnwagen muss vom eigenen Auto gezogen werden können, und dabei noch genügend Platz zum Beispiel für die Familie bieten“, so der Fachmann.

Ist die Entscheidung gefallen, stellt sich die nächste Frage: neu oder gebraucht? „Das ist natürlich eine Frage des Geldbeutels. Gebrauchte Modelle werden meist mit Zubehör angeboten. Allerdings können neue Wohnwagen finanziert oder sogar geleast werden. Der Vorteil bei neuen Wohnwagen ist die Garantie, die bei den gebrauchten Modellen, wird privat gekauft, gar nicht gegeben und beim Kauf beim Händler ein halbes Jahr ist“, weiß Frank Frees Mikkelsen. „So groß ist der Unterschied durch die Finanzierungsangebote deshalb nicht mehr. Mit knapp 150.000 Kronen (20.000 Euro) kann ein neues Fahrzeug mit Zubehör schon gekauft werden“, meint er.

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Günter Schwarz – 07.05.2018