(Lesbos) – Die beiden dänischen Staatsbürger Salam Aldeen und Mohammed El-Abbassi und drei Feuerwehrleute aus Südspanien waren als Flüchtlingshelfer vor der griechischen Insel Lesbos im Einsatz.

Sie hatten sich 2015 und 2016 an der Menschenrettung zwischen der Türkei und Griechenland vor der Insel Lesbos beteiligt. Als Helfer der Organisation „Team Humanity“ wurden sie im Januar 2016 nach einem Rettungseinsatz von den griechischen Behörden verhaftet, wegen versuchten Menschenschmuggels angezeigt und bis zum Prozess gegen Zahlung einder Kaution freigelassen.

Für ihren Einsatz als Flüchtlingshelfer, der von der Anklagevertretung als Menschenschmuggel gewertet wurde, drohte ihnen bis zu zehn Jahre Haft. Nun müssen sie nach dem Urteil des Gerichts auf Lesbos vom Montag weder ins Gefängnis noch eine Geldstrafe zahlen. Nach Ansicht des Gerichts auf Lesbos haben die Helfer aus Nächstenliebe gehandelt und wollten keine Menschen nach Europa schmuggeln – so wie es ihnen die griechische Staatsanwaltschaft vorgeworfen hatte.

von

Günter Schwarz – 08.05.2018