(Washington) – US-Präsident Donald Trump hat sich einmal mehr abfällig und menschenverachtend über Migranten geäußert und damit nur bestätigt, dass er sich abermals als vollkommen unfähig und geradezu grotesk in seiner Postion als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika erweist. Bei einem Treffen mit Republikanern im Weißen Haus am Mittwoch bezeichnete er einige Einwanderer als „Tiere“. Die Reaktion von Menschenrechtsorganisationen und den Demokraten kam umgehend.

„Es gibt Leute, die ins Land kommen oder versuchen ins Land zu kommen, und wir bringen die Leute wieder außer Landes“, sagte Trump. „Man kann gar nicht glauben, wie schlimm diese Menschen sind, das sind keine Menschen, das sind Tiere, und wir bringen sie wieder außer Landes.“

Menschenrechtsorganisationen und Demokratische Politiker verurteilten Trumps Äußerungen umgehend. „Einwanderer sind Menschen. Keine Tiere, keine Kriminellen, keine Drogendealer, keine Vergewaltiger. Sie sind Menschen“, erklärte der Abgeordnete Jared Polis. Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, warf Donald Trump „Lügen“ bei den Themen Einwanderung und Kriminalität vor.

Trump hat mit seiner harschen Anti-Immigranten-Rhetorik immer wieder Empörung ausgelöst. Im Wahlkampf brandmarkte er etwa Einwanderer aus Mexiko pauschal als „Vergewaltiger“ und „Drogendealer“.

Erst Ende April 2017 musste Trump von einem seiner zentralen Wahlkampfversprechen abrücken: Der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, die illegale Einwanderer abschrecken soll, war nicht zu finanzieren. An dem milliardenschweren Prestigeprojekt hat Trump aber generell festgehalten.

Für Empörung sorgte 2017 auch einen Einreisestopp für Menschen aus sieben muslimischen Ländern. Es wurde damals von mehreren Richtern in diesem Vorhaben blockiert.

von

Günter Schwarz – 17.05.2018