(Kiel) – Der VfL Wolfsburg bleibt in der Bundesliga, Holstein Kiel in der 2. Liga. Die Sieger wollen aber nicht feiern, die Verlierer nicht nur trauern. Am Ende gibt es nicht nur höfliche Worte.

Die Erleichterung beim VfL Wolfsburg über den Verbleib in der Fußball-Bundesliga war geradezu greifbar, Feierstimmung kam aber nicht auf. Denn für den Erstligisten war es eine Pflichtnummer, dass er sich mit einem Erfolg gegen den Zweitliga-Dritten Holstein Kiel behauptet hatte.

Die Kieler verpassten beim Abschied ihres Trainers Markus Anfang, der von den Fans gefeiert wurde und zu Tränen gerührt war, nach einer grandiosen Saison in der 2. Bundesliga den direkten Durchmarsch und müssen in der kommenden Spielzeit einen neuen Anlauf starten. Letztlich fehlten ihnen über beide Spiele gesehen die Cleverness und die spielerischen Mittel, um den Erstligisten in ernsthaft Bedrängnis zu bringen.

Dank des Treffers von Robin Knoche (75. Minute) kam der Erstliga-16. im Relegations-Rückspiel beim Zweitliga-Dritten Holstein Kiel am Montag zu einem mühsam erkämpften 1:0 (0:0) und sicherte sich wie im Vorjahr erst im letzten Moment den Verbleib in der Fußball-Bundesliga. „Wir sind erleichtert, dass es ein versöhnlicher Abschluss geworden ist. Zum Feiern gibt es aber keinen Grund“, sagte Torschütze Robin Knoche am Montagabend nach dem Relegations-Rückspiel bei den Kielern.

Das Hinspiel vier Tage zuvor hatten die Wolfsburger mit 3:1 gewonnen. Es war bereits das sechste Mal in Serie, dass der höherklassige Verein dem Zweitligisten den Sprung nach oben verwehrt hatte. Der letzte Zweitligist, der sich in der Relegation durchsetzte, war 2012 Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC.

von

Günter Schwarz – 22.05.2018