(Flensburg) – Am 34. Spieltag der Handball Bundesliga fällt die Entscheidung, welcher Verein Deutscher Handballmeister der Saison 2017/18 werden wird. Neben der SG Flensburg Hasndewitt, der mit einem Punkt derzeitig vorn in der Tabelle steht, können auch noch die Mannheimer Rhein-Neckar-Löwen die Meisterschaft für sich entscheiden, wenn ihnen ein Sieg gegen den SC DhfK Leipzig gelingt und die SG Flensburg-Handewitt ihr heutiges Spiel gegen FRISCH AUF! Göppingen verlieren sollte.

Live Ticker Handball Bundesliga vom 03.06.2018
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Die SG Flensburg-Handewitt hat von den letzten 3 Begegnungen dreimal gewonnen, kein mal verloren und kein mal unentschieden gespielt. FRISCH AUF! Göppingen hat zuletzt einmal gewonnen, zweimal verloren und kein mal unentschieden gespielt. Der Sportexperten Trend sieht bei dieser Begegnung einen Sieg von SG Flensburg-Handewitt voraus.

Die Meisterschale kommt, das Programm für eine große Party steht – jetzt fehlt nur noch ein Sieg gegen den Tabellenzehnten FRISCH AUF! Göppingen. Die SG Flensburg-Handewitt spielt heute ab 15:00 Uhr um die zweite deutsche Meisterschaft ihrer Vereinsgeschichte. „Wenn das klappt, brechen hier alle Dämme, dann fliegt das Hallendach weg“, sagt Geschäftsführer Dierk Schmäschke. Schon vor 40 Jahren gehörte er der SG an, war Spieler und Manager. Den großen Meister-Coup von 2004 verpasste er allerdings. Ein Jahr zuvor war er nach einigen Kontroversen aus dem Management ausgeschieden, arbeitete dann acht Jahre für den HSV Hamburg, ehe er 2011 zu „seiner“ SG zurückkehrte.

Sieben Jahre später steht Schmäschkes Club vor einer historischen Tat. Nur zweimal in der Vereinsgeschichte thronten die Nordlichter vor dem letzten Spieltag an der Bundesliga-Spitze. 2001 verloren sie beim SC Magdeburg und mussten dem Kontrahenten die Meisterschale überlassen.

Drei Jahre später waren sie bereits nach der vorletzten Partie durch. Es war der 16. Mai 2004, als die SG mit einem 41:32 gegen die HSG Nordhorn alle Zweifel beseitigte. Für die Niedersachsen spielte damals ein Trio, das heute in Flensburg unter Vertrag steht: Maik Machulla, Mark Bult und Holger Glandorf. Machulla ist nun SG-Coach, der Niederländer Bult sein Co-Trainer, Glandorf immer noch als Profi aktiv. Vor 14 Jahren warf der Linkshänder sechs Tore, blickte letztendlich aber etwas neidisch auf den Flensburger Jubel. „Ich war schon mehrmals in der Halle, wenn andere Mannschaften deutscher Meister wurden“, erinnert sich der 35-Jährige. „Nun möchte ich es auch selbst endlich schaffen.“

von

Günter Schwarz – 03.06.2018