(København) – Das Schloss, das das Parlament des Landes, den Folketing, beherbergt, ist bereits das dritte Schloss, das im Laufe der Geschichte des Schlosses errichtet wurde. Vor fast 134 Jahren brannte das alte Christiansborg, das zweite alte Schloss von Slotsholmen, am 03. Oktober 1884 nach dem ersten Brand von 1794 zum zweiten Mal ab. Zu der Zeit traten dort schon seit 1849 schon die Volksvertreter des Königreichs Dänemark im Riksdag, der aus den beiden Kammern des Folketings und des Landstings bestand, parlamentarisch zusammen.

Der jetzige Bau von Schloss Christiansborg, den die meisten Menschen heute in København kennen war erst im Frühjahr 1918 bereit, die Parlamentsabgeordneten des Königreichs wieder zu bebeherbergen. In der Zwischenzeit waren sie mit all ihren Sachen in der Fredericiagade untergekommen, bis sie nach knapp 34 Jahren in den dritten Bau von Schloss Christiansborg einziehen konnten.


so sah der Plenarsaal des Parlaments 1924 aus, als der Riksdag zusammentrat
Mit der Eröffnung des neuen Parlamentgebäudes bedeutete dieses auch wesentlich mehr Platz für die gewählten Abgeordneten. Die Sitzung vom 28. Mai 1918 war die erste nach der Wahl vom 22. April 1918, die nach Einführung der teilweise geänderten Verfassung von 1915 die erste Wahl war. Die Verfassungsänderung von 1915 führte das Wahlrecht für Frauen und Bedienstete ein, und das ist noch die Grundlage der Demokratie, die heute in Dänemark Bestand hat.


Ruine von Schloss Christiansborg 1908

von

Günter Schwarz – 03.06.2018