(Trelleborg) – Zehn Monate nach ihrer Ermordung ist die schwedische Journalistin Kim Wall beigesetzt worden. Am vergangenen Freitag wurde sie im privaten Kreis zu Grabe getragen. Das berichtete die Mutter der Toten, Ingrid Wall, der dänischen Boulevardzeitung „BT“.

Demnach waren nur Familienangehörige und Freunde anwesend. Die Zeremonie fand unter freiem Himmel an der Küste von Skåne (Schonen) im „Kim Wall Memorial Park“ statt, der in der Nähe ihres Elternhauses bei Trelleborg angelegt wurde.

Auch der Ermittlungsleiter in dem Mordfall, Jens Møller Jensen, von Københavns Politi (Kopenhagener Polizei) war eingeladen. Er bestätigte dieses gegenüber der Zeitung, wollte aber keine weiteren Kommentare zu der Beisetzung abgeben.

Erst am Montag in der vergangenen Woche wurde Kim Wall im Museum für Pressegeschichte in Washington geehrt, als eine von 18 Journalisten, die bei der Ausübung ihrer Arbeit ums Leben kamen.


Freund von Kim Wall fotografiert Bild von ihr an einer Gedenkwand im Newseum in Washington
Kim Wall wurde am 10. August 2017 im Alter von 30 Jahren vom Erfinder Peter Madsen auf dessen U-Boot „Nautilus“ ermordet. Monatelang wurde ihr grausamer Tod aufgearbeitet, bis der 47-Jährige dafür am 25. April 2018 vom Byrettet København (Stadtgericht Kopenhagen) zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde.

von

Günter Schwarz – 07.06.2018