Halløjsa – er du okay? Ich liege seit zwei Tagen ganz meinungsfrei im Bett. Ganz rebellisch trotz WM und Kieler Woche. Wegen des Regens habe ich da auch gar kein schlechtes Gewissen. Nach einer relativ arbeitsreichen Woche ist es auch mal ganz schön, über die großen und kleinen Dinge des Lebens nachzusinnen. GroKo, DSGVO, Aktionstage gegen Hasspostings mit einem groß angelegten Denunzierungsaufruf des Ministeriums für Inneres und das Land, in dem wir alle gerne leben.

Ich grüble und frage mich, was ich denn alles anders machen würde, wenn ich meine verdrehten Ideen von einem Rednerpult auf einem Parteitag ins Volk brüllen sollte… Nun, zunächst einmal würde ich versuchen, das Internet nicht zu löschen… was die GroKo ja gerade versucht mit ihrer DSGVO und den noch geplanten Erweiterungen „Leistungsschutzgesetz“ und „Uploadfilter“. Wenn das durchkommt, dreht man nicht nur Heike aus Wuppertal einen Strick, wenn sie Bilder vom Weinfest postet, sondern quasi jedem Angebot freier Medien und Journalisten.

In Verbindung mit den vom Innenministerium aufgestachelten Blockwarten der Herzen ist es dann nämlich vorbei mit Meinungsvielfalt und Informationsfreiheit im Internet. Da der Bürger in Deutschland ja so irrsinnig aktiv ist, wenn es um die Verhinderung schwachsinniger Verordnungs- und Gesetzesentwürfe geht, gehe ich davon aus, dass diese Gesetze genau so passieren. Ist dann ja auch ein bisschen cool.

Freie Journalisten müssen sich dann auch in Deutschland, ebenso wie in der Türkei, in China oder Russland, ganz subversiv im Darknet austauschen. Man braucht eben gar keinen charismatischen Diktator wenn man eine vermerkelte GroKo und einen bayerischen Innenminister hat. Grundrechte und Meinungsfreiheit kann man auch „wegverordnen“ und dann von einem Mob selbsternannter Blockwarte schützen lassen.

Ein Land, in dem wir alle gerne leben. Jow tak, det er flot… sagt mir Bescheid, wenn ihr dieses Land gefunden habt und ob es da noch Internet gibt. Ich komm‘ denn nach.

Nu kiek mol ni so klog!