(Kasan) – „Die deutsche Elf hatte kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu,“ sagen Optimisten zum heutigen Ausscheiden der Nationalmannschaft aus der WM 2018 in Russland. Allerdings war es nicht nur „kein Glück“ und „Pech“, was die deutsche Elf bereits in der Vorrunde scheitern ließ, denn eine gehörige Portion Unvermögen der „Fußball-Cracks“ gehörte auch dazu!

Selbst die Brücke, die Schweden der deutschen Mannschaft mit ihrem 3 : 0-Sieg über Mexiko baute, wonach Deutschland nur noch ein 1 : 0 gegen Südkorea benötigte, um ins Achtelfinale einziehen zu können, vermochte Jogi Löws Elf nicht zu nutzen.

Die deutsche Mannschaft tat sich immens schwer, denn besonders in der ersten Halbzeit ging für die DFB-Elf extrem wenig, so dass die Abwehr des Außenseiters von der koreanischen Halbinsel nicht allzu viel zu tun bekam. Es fehlten einfach Ideen und der Wille, das Spiel für sich entscheiden zu wollen.

Gut, in der zweiten Hälfte versuchten die deutschen Spieler zumindest den Drang auf das gegnerische Tor zu erhöhen, aber auch das geschah nur halbherzig und ohne eine wirklich erkennbar effektive Taktik gegen die gut gestaffelte südkoreanische Abwehr. Und in der 6-minütigen Nachspielzeit gelang es Südkorea dann noch durch J. H. Kim in der 92. Minute und Son eine Minute später, Deutschland mit 2 : 0 Toren vom Platz und damit nach Hause zu schicken.

Na ja, der Heimflug nach Frankfurt/M. kann gebucht werden – und in vier Jahren wird wieder eine Fußball WM in Katar stattfinden. Bis dahin können „unsere Jungs“ ja noch üben, und vielleicht vermag auch jemand ihnen klarzumachen, dass es Fußballfans lieber sehen, wenn ihre Manschaft ihr Augenmerk darauf legt, „des Runde“ in das gegnerische „Eckige“ zu befördern, als ihre „Dollars“ in den Portemonnaies zu zählen.

Dem Gruppenersten Schweden sowie dem Zweiten, Mexico, sei für ihre Spiele im Turnier alles Gute gewünscht. Beide haben sich das Weiterkommen redlich verdient!

von

Günter Schwarz – 27.06.2018