(København) – Eine Gesetzesänderung aus dem vergangenen Jahr sorgt in Dänemark dafür, dass in Kindertagesstätten künftig Bewegung und Spielen auf dem Lehrplan steht. Dieses soll die Neugier der Kinder fördern und auch dem natürlichen Bewegungsdrang von Kindern entgegenkommen.

Seit Sonntag gilt jetzt der neue pädagogische Lehrplan für alle Kindertagesstätten in Dänemark. Im vergangenen Jahr war mit breiter Mehrheit im Parlament diese Neuausrichtung in den Lehrplänen beschlossen worden, die vorsieht, dass nicht allein das Lernen im Lehrplan festgeschrieben wird, sondern ausdrücklich auch Spielen und Bewegung der Kinder.

„Wir haben als etwas Neues eine solide gemeinsame Grundlage bekommen, was die pädagogische Qualität in den Kindertagesstätten angeht“, erklärt Kinder und Sozialministerin Mai Mercado (Det Konservative Folkeparti) zur Reform und verweist auf die Beteiligung von Praktikern wie Forschern bei der Formulierung der neuen Zielsetzung. Ein Kernelement der Neuausrichtung sei die Förderung der Neugier der Kinder, die Gemeinschaft in den Einrichtungen und die Wertschätzung des Spiels der Kinder.

Jede pädagogische Einrichtung ist verpflichtet, die eigene pädagogische Arbeit zu beschreiben. Lernen sollen die Kinder in den Einrichtungen in Alltagssitutionen, sei es beim Wechseln der Windeln, beim gemeinsamen Essen oder auch bei Spaziergängen.

von

Günter Schwarz – 03.07.2018