(Sønderborg ) – Mehrere Zeugen nahmen das Handy zur Hand, um am Dienstagabend Fotos oder Videos aufnehmen. als in Sønderborg ein 25-jähriger Mann aus dem vierten Stock stürzte. Dieses Verhalten veranlasst die Polizei dazu, Privatpersonen aufzufordern, Bilder von Unfällen nicht zu fotografieren, um sie anschließend in den sozialen Medien zu veröffentlichen.

Der Unglücksfall ereignete sich am Dienstagabend um 21:00 Uhr in der Ringgade Sønderborg, als ein 25-jähriger psychisch kranker Mann von einem Dachfenster aus auf das Dach eines Hauses stieg. Von dort stürzte er vom vierten Stock in die Tiefe und wurde schwer verletzt.

Jetzt fordert die Polizei Zeugen aus ethischen Gründen auf, keine Fotos von diesem Vorfall in den sozialen Medien zu veröffentlichen.

„Wir haben mehrere Anrufe von Bürgern erhalten, die gesehen haben, wer Fotos und Videos gemacht hat. Leider erleben wir das bei Unfällen, Unglücken und anderen blutigen Vorfällen immer wieder. Jeder hat eine Kamera zur Hand, mit der er das Geschehen sogar heranzoomen kann. Denken sie einmal darüber nach und stoppen sie es umgehend“, sagt der Wachhabende der Syd- og Sønderjyllands Politi, Ole Aamand.

Erst vor einem Monat wurde ein 36-jähriger Mann aus Padborg vor Gericht angeklagt und verurteilt, weil er mit seinem Handy einen schweren Unfall fotografiert und die Bilder in sozialen Medien veröffentlicht hatte.

von

Günter Schwarz – 11.07.2018