(Ranson / Jefferson County) – Rockwools Pläne für eine Fabrik in Ranson, Jefferson County, West Virginia, haben massiven Widerstand unter den Bewohnern hervorgerufen. Der dänische Isolierungs-Riese Rockwool plant eine Fabrik in der Stadt Ranson in Jefferson County, West Virginia zu errichten, um dort Steinwolle für Häuser in der Region zu produzieren.

Unter den Bewohnern der Kleinstadt Ranson mit rund 4.400 Einwohnern und der Redion von Jefferso County hat sich ein massiver Widerstand gegen die Pläne der Dänen entwickelt. Rund 5.000 Bürger der Stadt und Region haben sich in eine Facebook-Gruppe gegen die Pläne von Rockwool angemeldet, und als der Bezirksrat in Jefferson County die Angelegenheit bei einem Bürgertreffen am Donnerstag behandelte, kamen viele Bürger, um ihre Meinung zu dem Thema kund zu tun.

„Ich bin vor 45 Jahren hierher gezogen. Ich habe geheiratet und habe zwei Kinder hier, und ich habe drei Enkelkinder hier. Ich möchte nicht mit einer Gasmaske aus dem Haus gehen, wenn ich in meinen Garten oder ins Gewächshaus gehe, um nachzuschauen, wie mein Essen wächst“, sagte eine Bewohnerin des Meetings. Dass sas nicht passieren wird, meinte nur ein Mann in der Veranstaltung.

Worüber die Bürger unter anderem besonders verärgert sind, ist, dass Rockwool Formaldehyd (CH2O) zur Produktion von Steinwolle verwendet, der schon in geringen Mengen schädlich sein kann.

Aber Michael Zarin, Firmensprecher von Rockwool, versichert, dass die Bewohner sich um nichts sorgen müssen. „Formaldehyd ist in alltäglichen Produkten enthalten, denn wir sind ständig in Kontakt mit Farbe, Möbeln, Teppichböden, Lack, die allesamt Formaldehyd enthalten. Die Frage ist nur, wie hoch die Konzentration ist“, sagt Michael Zarin.

Er versichert, dass Rockwool nur Formaldehyd in einer Konzentration verwendet, die etwas unter den gesetzlichen Anforderungen liegt und von daher kein Risiko besteht. „Dies wird deutlich unter den zulässigen Grenzen liegen. Wenn es möglich ist,wird es verdünnt, und somit sind die Mengen klein. Damit ist es kein Problem. In unserem Fall wird die Menge sehr klein und harmlos sein“, sagt Michael Zarin.

Laut der US-amerikanischen Online-Lokalzeitung „LOCALDvm.com“ gab es schon Demonstrationen gegen Rockwools Pläne in dem County.

von

Günter Schwarz – 06.08.2018