(Braunschweig) – Ein 15-jähriger Flugschüler ist beim Absturz eines Segelflugzeugs in Niedersachsen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, geriet das Flugzeug gestern Abend gegen 19:10 Uhr in der Luft ins Trudeln und zerschellte wenig später auf einem Friedhof im Stadtteil Waggum in der Stadt Braunschweig.

Der junge Pilot, der alleine in dem Flugzeug saß, versuchte noch vergeblich, sich mit einem Fallschirm zu retten. Vorliegenden Angaben zufolge konnte der Jugendliche das Cockpit noch verlassen. Allerdings öffnete sich sein Fallschirm vermutlich wegen der zu geringen Höhe nicht mehr.

Der Fluglehrer musste das Unglück, deren Ursache noch unklar ist, vom Boden aus beobachten. Mehrere Seelsorger betreuten an der Absturzstelle Zeugen und Angehörige. Die Bundesunfallstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) und die Kriminalpolizei haben Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.

Dass der 15-Jährige alleine in dem Segelflieger unterwegs war, ist laut Polizei nicht ungewöhnlich. Im Alter von 14 Jahre könnten Jugendliche mit der Ausbildung beginnen, sagte ein Sprecher. Dabei seien mit Einverständnis der Eltern auch Alleinflüge unter Aufsicht eines Fluglehrers vorgesehen.

Vermehrt kommt es dieser Tage zu Flugzeugabstürzen: Erst am Donnerstag war ein Kleinflugzeug auf dem Flughafen Münster/Osnabrück abgestürzt – allerdings beim Landeanflug. Bei dem Unfall waren beide Insassen ums Leben gekommen.

Am Samstagmorgen starben ebenfalls zwei Personen beim Absturz eines Leichtflugzeugs in Melle (Landkreis Osnabrück). In dem Ultraleichtflugzeug saßen ein Großvater und seine 14-jährige Enkelin. Die Maschine war nach dem Aufprall in Flammen aufgegangen.

von

Günter Schwarz – 12.08.2018