(Vejers / Fanø / Rømø) – Die sommerliche Hitze hat dieses Jahr mehr Menschen als je zuvor an den Strand dänischer Küsten gezogen. Daher gab es nicht wenige Strandgäste unter ihnen, die versuchten, an Stränden, die man mit dem Auto befahren darf, zu nahe an die Wasserlinie zu fahren oder Orte des Strandes anzufahren, an denen sie schließlich hängen- oder steckenblieben.

„SOS Dansk Autohjælp“ hilft jedes Jahr hunderten von Autofahrern an der Nordsee, sie mitsamt ihren feststeckenden Fahrzeugen aus ihrer misslichen Lage zu befreien. In diesem Jahr war es aber außergewöhnlich schlimm, denn die Autohelfer hatten – um ein bisschen genauer zu sein – ganze 50 Prozent mehr zu tun, als es in „normalen Jahren“ der Fall ist.

„Die unerbittliche Sonne und Hitze, die den Sand extrem trockneten und somit zu feinem Pulver auflösten, hat bewirkt, dass Autofahrer leichter als normalerweise steckenblieben“, erklärt Jesper Rebsdort, der Bezirksleiter von „SOS Dansk Autohjælp“ in Sydjylland (Südjütland) ist.

Besonders an den Stränden von Vejers und auf den Inseln von Fanø und Rømø ist es besonders aufgefallen, wo außergewöhnlich viele Touristen steckenblieben. Jeden Sommer besuchen viele Touristen die westjütländischen Strände und auch die flachen Strände in Südwestjütland bieten eine gute Gelegenheit, das Auto mit an den Strand zu nehmen. Es erfordert jedoch einige lokale Kenntnisse, um an den Stränden gefahrlos und sicher zu fahren – und die Strandbesucher sind oft Touristen, die sich dort nicht oder kaum auskennen und es zudem nicht gewohnt sind, im losn Sand eines Strandes zu fahren.

„Die unerfahrenen Strandfahrer versuchen instinktiv, den Radspuren zu folgen, die andere bereits hinterlassen haben. So kann es jedoch schwierig werden, Sandhaufen oder Senken zu vermeiden, und es besteht ein erhöhtes Risiko des Steckenbleibens“, sagt Jesper Rebsdorf. „Viele fahren bis den Rand der Wasserlinie und bedenken dabei nicht einmal die Gezeiten von Ebbe und Flut. Sie wollen so nah wie möglich ans Wasser, weil sie es trotz Urlaub und Freizeit eilig haben, aber sie bedenken dabei nicht, dass das Parken eines Auto hier sehr riskant sein kann – und fast schneller, als man Gucken kann, ist das Auto vom Wasser umgeben und nicht mehr von dort fortzubekommen“, Mahnt er. .

von

Schwarz – 26.08.2018