(Sønderborg) – Die Brugsforeningen (Verbraucherverband) für Als (Alsen) und Sundeved (Halbinsel zwischen dem Aabenraa Fjord und dem Als Fjord) mit Sitz in Sønderborg ist davon überzeugt, dass lokal hergestellte Lebensmittel die Zukunft sind. Der Verband unterstützt lokale Erzeuger und möchte damit auch ihren „CO2-Fußabdruck“ minimieren.

Vor drei Jahren haben die Brugsforeningen für Als und Sundeved eine strategische Entscheidung getroffen. Der Nutzerverband wird in seinen 10 Filialen wenn irgend möglich nur lokale Produkte verkaufen. „Wir schauten in die Kristallkugel und sahen darin die Zukunft – und erkannten daraus, dass lokale Erzeugnisse wahrscheinlich in Zukunft im Trend liegen“, sagt Karsten Hansen, Verkaufsleiter der Brugsforeningen für Als und Sundeved.

Die Brugsforeningen suchte u. a. über Zeitungsanzeigen nach lokale Erzeugern, und seither ist die Anzahl der lokal produzierten Waren in den Regalen in den Geschäften stetig gewachsen. Heute versorgen etwa 20 lokale Produzenten die Geschäfte des Verbandes mit Lebensmitteln, die von Würstchen über Honig und sogar bis hin zu einem lokalen Gin führen. „ Es ist unser Ziel, möglichst viele Erzeuger aber auch Kunden anzusprechen und für unsere Idee zu gewinnen, um so viel wie möglich zu verkaufen“, sagt der Verkaufsleiter.

Durch den Kauf und Verkauf von Waren, die in der Region des Verkaufsgebiets produziert werden, hofft der Verband, einerseits lokale Erzeuger zu unterstützen, aber andererseits auch ihren „CO2-Fußabdruck“ durch sehr kurze Lieferwege zu minimieren. „Es gibt keinen Grund, Erdbeeren und andere Früchte und Lebensmittel aus Südspanien und ganz Europa einzukaufen, wenn diese bei uns hinterm Haus auch wachsen, gedeihen und hergestellt werden“, erklärt Karsten Hansen.


Lokal produzierte Würste sind in den Regalen der 10 Läden der Brugsforeningen.
Heute füllen die lokalen Waren nur drei Regale in allen 10 Geschäften des Verbandes, aber obwohl viele verschiedene Waren und Lebensmittel vor Ort produziert werden, ist es nicht so einfach, wie man erwarten würde, die Regale mit diesen lokalen Produkten zu füllen. In der Tat können oder wollen lokale Erzeuger immer noch nicht alle lokalen Erzeugnisse liefern, die der Versorgungsverband gern in seinen Regalen anbieten möchte. „Es ist trendy, Kohl zu essen. Das wird von vielen Ernährungswissenschaftlern empfohlen, und deshalb möchten wir den ganzen Kohl, den wir bekommen können und hätten den gern in unserem Sortiment. Aber leider werden wir bei der Belieferung damit leicht herausgefordert“, sagt Karsten Hansen.

Um Erzeuger dazu zu bringen, mehr von den benötigten Lebensmitteln zu produzieren, hat der Versorgungsverband nun damit begonnen, Züchter-Partnerschaften anzubieten. Die Vereinbarung besagt, dass die Erzeuger die angeforderten Waren für den Verbraucherverband produzieren, und im Gegenzug garantiert der Verband, alle Produkte zu abzunehmen, die die Erzeuger produzieren. Auf diese Weise erhalten die Läden eine größere Auswahl, und der Verkaufsleiter hofft, dass es in Zukunft auch mehr Artikel wie z. B. Erbsen und Kürbisse in den Regalen geben wird.

„Wir wünschen uns nur noch mehr, die kommen und sagen: ,Wir haben das hier‘. Auch wenn es nicht immer großen Mengen sind, bringen wir sie in einigen Geschäften unter, weil wir möglichst nur die lokalen Waren ein- und verkaufen wollen“, sagt Karsten Hansen.

von

Günter Schwarz – 06.09.2018