(Kolding) – Der heutige Herbstbeginn mit Wolken, Regen und Wind startet mit dem klassischen Rezept der Jahreszeit, aber am Rande zeigt das Herbstwetter sich auch von einer ganz anderen und von seiner schönen Seite.

Regentropfen reflektieren das Licht der Sonne, und ein Regenbogen tritt auf. Gelegentlich kann man Glück haben, zwei Regenbogen auf einmal zu sehen. Der glückliche Fotograf dieses Fotos schoss es nahe der Stadt Kolding früh am gestrigen Samstagmorgen – also wenige Stunden vor dem offiziellen Herbstbeginn.

Die doppelten Regenbögen entstehen, wenn man das Ergebnis eines zusätzlichen Spiegels in den Regentropfen sehen kann. Es ist also der erste Spiegel, d. h. der erste Regenbogen, der für der Betrachter in der Luft gespiegelt wird. Der obere Regenbogen ist also ein Spiegel des Bodens, und daher sind die Farben in den Regenbogen auch umgekehrt.

Obwohl man das ganze Jahr über Regenbögen sehen kann, sind die Chancen, einen zu sehen, im Herbst und Frühjahr besser als im Winter oder Sommer. Um einen Regenbogen zu sehen, muss es gleichzeitig Sonne und Regen geben. Man muss die Sonne hinter sich haben und in den Regen schauen. Das erfordert, dass das Wetter sehr wechselhaft ist, und so ist es besonders im Herbst.
Auf dem Bild mit den Regenbögen sieht man, dass zwischen den beiden Regenbögen ein dunkles Band ist. Dies liegt daran, dass die Winkel des Sonnenlichts auf den Regenbogen unterschiedlich sind.

Der untere Regenbogen reflektiert das Licht immer in einem Winkel von 40-42 Grad oder weniger als die Linie zwischen dem Betrachter und der Sonne. Das Licht vom Regenbogen ist im Regenbogen konzentriert.

Der obere Regenbogen reflektiert das Licht immer in einem Winkel von 51 Grad oder mehr. Das Licht dieses Regenbogens strahlt also in dem Bereich außerhalb davon aus. Dieses bedeutet, dass es im Bereich zwischen den beiden Regenbögen an Licht mangelt und das dunkle Band auch Alexanders Band genannt wird.

von

Günter Schwarz – 23.09.2018