(Kolding) – Die acht Jahren als Präsident der USA hat Barack Obama sein Leben und die Arbeit im Weißen Haus ernst genommen. Jetzt ist er auf einer Tour, die Barack Obama im dritten Stopp auf seiner Tour durch Europa in die jysk (jütändische) Stadt Kolding führt. Der frühere Präsident der Vereinigten Staaten macht in dieser Woche eine kleine Reise durch Europa. In drei Tagen besucht er vier europäische Städte.

Oslo

Am Mittwochmachmittag begann Obama seine Tour in Norwegen auf dem Oslo Business Forum. Um 15:55 Uhr musste der ehemalige Präsident in einer sogenannten moderierten Q & A (Question & Answer) – einem Gespräch mit Fragen und Antworten eines Vorsitzenden – über Führung im Allgemeinen sprechen und Fragen darauf beantworten. Die Veranstaltung war Teil des Programms auf einer Konferenz für zukünftige Technologie und Nachhaltigkeit, an der norwegische Unternehmen teilnehmen. Die Hoffnung der Unternehmer bestand darin, dass Obama Unternehmen dazu inspirieren kann, über den Tellerrand hinaus zu denken. In einer Pressemitteilung schrieb das „Oslo Business Forum“, dass Obama perfekt in das Programm passte, da er die Vereinigten Staaten in einer Zeit führte, in der die Welt eine digitale Transformation erfuhr.

Helsinki

Am heutigen Donnerstag flog Obama nach Finnland, wo in Helsinki sein Gastgeber ssind. Hier wird er auf dem „Nordic Business Forum“ vor 7.500 Menschen sprechen. Tickets für die Veranstaltung kosten bis zu 900 Euro, was 6.715 Kronen entspricht. Wenn man nicht die Möglichkeit und das Geld hat, das Ticket zu bezahlen, hat man eine weitere Gelegenheit, Obama in Helsinki zu erleben. Als einziger Ort auf Obamas Reise in Europa kann man Obamas Rede dort live miterleben. Das bedeutet, dass man zu Hause ganz bequem auf dem Sofa sitzen und aufpassen kann, wenn Obama über Strategien, Spitzenleistungen und künstliche Intelligenz erzählt.

Kolding

Am morgigen Freitag betritt Obama dänischen Boden, wenn er an einer Veranstaltung der „SDU“ (Syddansk Universitet) in Kolding teilnehmen wird. Die Veranstaltung heißt „A conversation with President Barack Obama“ (Ein Gespräch mit Präsident Barack Obama). Es sind ausschließlich Geschäftsleute, Prominente aus der Umgebung und 200 ausgewählte Studenten der SDU, die teilnehmen dürfen. Wie in Oslo muss der ehemalige Präsident in einem moderierten Gespräch über Führung sprechen und dazu Fragen beantworten. Die Veranstaltung beginnt um 11:00 Uhr und wird genau 60 Minuten dauern, bis sich Obama wieder auf dem Weg begeben in die Niederlande muss.

Amsterdam

Unmittelbar nach seinem Besuch in Kolding fliegt Obama weiter nach Amsterdam, wo er am Freitagabend sprechen wird. Er ist als letzter Redner auf dem Seminar „Forward Thinking Leadership“ (Nach vorn denkende Führung) auf der Bühne. Das Thema ist wieder die Führung, und wie in Kolding und Oslo wird auf der Veranstaltung ein anschließendes Gespräch stattfinden, bei dem Obama seine besten Einblicke in die Kunst der Führung in einer sich schnell verändernden Welt mitteilen wird.
10 Dinge, die wir mit Obama verbinden


Nach acht Jahren als Präsident der USA hat Barack Obama sein Leben auch nach dem Weißen Haus ernst genommen. Jetzt ist er auf einer Tour, die ihn am Freitag zur SDU nach Kolding führt.

10 Dinge, die mit Obama in Verbindung stehen

– Obamacare: Als erster US-Präsident richtete Barack Obama eine öffentliche Krankenversicherung ein, die in der Öffentlichkeit als „Obamacare“ bekannt ist.

– Afroamerikaner: Obamas Vater stammte aus Kenia, und Barack Obama schrieb Geschichte, indem er Amerikas erster farbiger Präsident wurde.

– Kuba: Im Jahr 2015 besuchte Barack Obama Kuba offiziell als erster amerikanischer Präsident seit 88 Jahren.

– Friedenspreis: Obama erhielt 2009 in Oslo den Friedensnobelpreis, unter anderem für Abrüstung und Diplomatie. Aber auch Obama und die USA waren an mehreren Kriegen und Bombenanschlägen beteiligt, so dass die Preisverleihung durchaus umstritten war.

– Social Media: Barack Obama hat die Oppositionskandidaten mit Hilfe von Facebook und anderen sozialen Medien in seiner Kampagne stark für sich eingenomment. Seitdem hat Donald Trump Social Media erfolgreich genutzt – allerdings auf seine rüde Art und Weise.

– Michelle Obama: Die Anwältin wurde „First Lady“ der Vereinigten Staaten, als sie und Barack Obama ins Weiße Haus zogen. Sie wurde so beliebt, dass viele Amerikaner, unter anderem auf Twitter bei # Michelle2020, sie einladen, zur nächsten Präsidentschaftswahl anzutreten.

– Guantanamo: Obama hat versprochen, das US-Gefangenenlager auf der Insel Guantánamo in Kuba zu schließen. Aber er hat sein Wahlversprechen nicht erfüllt, da er die parlamentarischen Hürden im Repräsentenhaus und im Senat aufgrund der Ablehnung aus republikanischen Kreisen nich überwinden konnte.

Yes we can: Eine erfolgreiche Kampagne mit einem einzigen fesselnden Slogan ebnete 2008 Obama den Weg.

– Job: Die Finanzkrise der Leman Bank 2008 überschattete Obamas Beginn seiner Präsidentschaft. Acht Jahre später aber gab es in den Vereinigten Staaten weniger Arbeitslose und wieder mehr Wirtschaftswachstum.

– Illegale Einwanderer: In den Vereinigten Staaten leben etwa 11 Millionen illegale Einwanderer, und Obama hat versucht, einen großen Teil von ihnen einen legalen Aufenthalt zu geben. Aber die Gerichte blockierten weitgehend seinen Vorschlag.

von

Günter Schwarz 27.09.2018