(Skagen / Hirtshals / Frederikshavn) – Acht umweltfreundliche Häfen in der nordischen Region wurden ausgewählt, um an einem neuen Projekt teilzunehmen, das darauf abzielt, den effizientesten Weg von fossilen Brennstoffen zu Batterien zu finden.

Fossile Brennstoffe sind „out“ – der neue Hit und damit „in“ in den nordischen Häfen sind jetzt Batterien und E-Antriebe.

Ein neues ehrgeiziges Projekt des Skandinavisk Elektrisk Transport System (SETS) will sicherstellen, dass die Häfen in den nordischen Ländern die CO₂-emittierenden Kraftstoffe beschleunigen und auf umweltfreundlichere batteriebetriebene E-Antriebe umstellen.

Zunächst beteiligen sich acht ausgewählte „umweltintensive“ Häfen in Dänemark, Norwegen und Schweden, die aus ihren Erfahrungen lernen und diese austauschen sollen. In Nordjylland (Nordjütland) sind Skagen, Hirtshals und Frederikshavn Teil des Projekts.

„Ziel ist die Schaffung einer saubereren Umwelt in den Häfen, und dieses gilt sowohl für Umweltverschmutzung als auch für Lärm. Die Häfen müssen Vorreiter im grünen Übergang sein und handeln, bevor in diesem Bereich Rechtsvorschriften erlassen werden“, sagt Peder Key Kristiansen, Direktor des Skagen Uddannelsescenters (Skagen Bildungszentrums) und Koordinator des Projekts.

Im Hafen von Frederikshavn hofft der Direktor, dass das Projekt die Augen der Versorgungsunternehmen und Behörden für die Notwendigkeit eines verbesserten Versorgungsnetzes öffnen wird.

„Wir sehen die Entwicklung der Landstromversorgung als ein Muss an, fordern jedoch gleichzeitig einen Fokus auf die Entwicklung der landesweiten Energieinfrastruktur. Es gibt zu viele Lücken im Stromnetz für alle Häfen in Dänemark, um kurz- und langfristig Landstrom anbieten zu können. Die Energieversorgung darf kein Wettbewerbsparameter werden“, sagt Mikkel Seedorff Sørensen und fügt anbei: „Landstrom muss für alle zur Verfügung stehen.“

Ziel ist es, in den acht beteiligten Häfen die richtige Elektrifizierungsstrategie zu finden, die sich möglichst leicht in konkrete Lösungen umsetzen lässt. Unter anderem müssen Testinstallationen mit Gestellen für die in den Häfen eingesetzten elektrischen Lastkraftwagen, Elektrokräne und sonstigen Fahrzeuge eingerichtet werden, aber auch Anlagen, die Fischereifahrzeuge und Schiffe mit Landstrom versorgen können, damit sie am Liegeplatz die Dieselmotoren abstellen können.

Das dreijährige Projekt wird mit Unterstützung des EU-Interreg-Programms für den Øresund-Kattegat-Skagerrak durchgeführt.

von

Günter Schwarz – 02.10.2019