(Fehmarn) – Ein Vater wollte die Tochter am Donnerstagnachmittag des 10.10.2019 trotz Verbotes durch Gerichtsbeschluss ins Ausland bringen. Die Bundespolizei im Fährhafen Puttgarden einen Anruf von der dänischen Polizei. Bei einer Kontrolle der Reisenden der aus Deutschland eingelaufenen Fähre war ein russischer Staatsangehöriger, 39 Jahre alt, wohnhaft in Hamburg, zusammen mit seiner 11-jährigen Tochter kontrolliert worden.

Laut Ausschreibung des Bundespolizeipräsidiums war es jedoch dem Kindsvater und jedem Dritten untersagt, das Kind außer Landes zu bringen. Die Mutter, ebenfalls in Hamburg wohnhaft, jedoch von dem Vater des Kindes getrennt lebend, hatte mit Gerichtsbeschluss am 09.10.2019 das alleinige Sorgerecht zugesprochen bekommen.

Nach Absprache begleiteten dänische Polizeibeamte den Mann und die 11-jährige mit der nächsten Fähre nach Puttgarden und übergaben beide Personen an die Bundespolizei, die 11-jährige wurde bis zum Eintreffen der Mutter in Gewahrsam genommen.

Die Mutter des Mädchens wurde nach telefonischer Absprache zwischen Bundespolizei und dem Hamburger Kriminaldauerdienst über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt und machte sich sofort in Begleitung auf den Weg nach Puttgarden. Um kurz nach 21.00 Uhr wurde das 11-jährige Mädchen durch die Bundespolizei in die Obhut ihrer Mutter übergeben.

Anschließend durfte auch der 39 Jahre alte Vater des Kindes die Dienststelle der Bundespolizei verlassen, die Strafanzeige gegen den Mann wird durch die Hamburger Behörden erstattet.

Quelle: Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Kiel vom 12.10.2019 um 08:55 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 12.10.2019