Halløjsa – er du okay? … Die Abende werden wirklich länger. Um 16 Uhr 30 ist das schon zappenduster da draußen. Trotzdem ist es mir in der vergangenen Woche gelungen, zu meinem jährlichen Weihanchtsmarktbummel zu kommen. Nicht ganz freiwillig, denn eigentlich wollte ich nur zur Bank und Geld holen. Auf dem Weg rennt man dann ganz automatisch und zwangsläufig an den Fress- und Saufbuden vorbei und – nein – es ist quasi nicht möglich, an einem Glühweinstand achtlos vorbei zu gehen. Mit sechs Euro für so’n stinknormalen Becher fand ich das trotzdem etwas arg teuer. Zwei Euro gibt es als Pfand für den Becher zurück. – Aber Gott sei Dank ist ja nur einmal im Jahr Weihnachten!

In diesem Jahr wird auch in Amerika Glühwein angeboten. Eine Bekannte, die das Fest bei ihrer Familie verbringen möchte, verkauft das in den USA weitestgehend vollkommen unbekannte Wintergetränk anläßlich einer „Weihnachtsparade“ in ihrer Kleinstadt Cloverdale im Herzen von Indiana. Also ziemlich genau in der Mitte.

Der Bingo-Club des Ortes hat schon mal zu Probe etwas davon getrunken und ist dem Glühwein schon zugetan. So ist unsere Freundin ist guter Dinge, dass das im „Dorf“ ankommt. Zumindest werden jedenfalls die Temperaturen mitspielen, wenn man den „Wetterfröschen“ Glauben schenken dar, denn die kleine Stadt im Herzen der USA liegt in Klima und Temperatur immer recht dicht an dem, was wir auch hier in Norddeutschland so zu bieten haben.

Und mit ihren knapp 2.000 Seelen unterscheidet sich Cloverdale nur kaum von einem Dorf bei uns im Land. Der Unterschied zu Brodersby odeer Rickling, Bovenau & Co. wären höchstens die Aktivitäten. Während unsere Dörfer zumeist Schlafdörfer sind, wo es noch nicht einmal mal mehr einen Kaufmann, einen Bäcker, ’ne Dorfkneipe oder gar eine Post gibt, finden auf der „Dorfstraße“ in Cloverdale, der Mauinstreet, recht regelmäßig irgendwelche Events statt: Bauern- und Flohmärkte, Unabhängigkeitsfeier, Halloween-Parade, Kinderfeste oder nun am 7. Dezember die aljährliche Weihnachtsparade.

Das sind Events, bei denen sich die Bürger näher kommen und die Gemeinschafdt schaffen – etwas, was wir hier in dieser Form leider kaum noch kennen. Schade eigentlich! Nun … wir hier sind allerdings gespannt, wie „unser Glühwein“ dort ankommt und vielleicht auch den einen oder anderen US-Amirikaner „leicht schwindelig“ macht. 

Nu kiek mol ni so klog