(Ølgod) – Die genossenschaftliche Molkerei Hjedding südlich von Ølgod in der Kommune Varde soll um ein Haus erweitert werden, in dem die Geschichte der Molkerei erzählt werden soll.

Die weltweit erste Genossenschaftsmeierei befindet sich etwas südlich von Ølgod. Sie ist seit 1882 hier, und sie heißt Hjedding Andelsmejeri – und bald steht ihr Name auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Zumindest träumt Vardemuseernes Direktor Claus K. Jensen davon.

Die Genossenschaftsmeierei war einige Jahre ein kleines Museum, aber jetzt muss sie wahrscheinlich um ein Haus erweitert werden, in dem die Geschichte der Molkerei erzählt werden kann. Und genau das sollte dem Museum einen Platz auf der Weltkulturerbeliste einbringen.

„Wir möchten, dass mehr Menschen diese erstaunliche Geschichte hören. Es ist eine wirklich einzigartige Geschichte, die die Welt verändert hat. Es ist eine überaus wilde Geschichte“, sagt Claus K. Jensen.

Nach Angaben des Museumsdirektors befand sich die Landwirtschaft Ende des 19. Jahrhunderts in einer Wirtschaftskrise. Aus diesem Grund setzten sich 22 Männer zusammen, um herauszufinden, wie man Butter von besserer Qualität liefert. Dieses führte 1882 zur Gündung der Genossenschaftsmolkerei Hjedding. „Alle Männer haben Geld in das Projekt gesteckt und viel riskiert. Wenn etwas schief gelaufen wäre, hätten sie ein Problem gehabt“, sagt Claus K. Jensen.

Aber es lief alles andere als schief. Nur 30 Jahre später gab es in Dänemark 1.300 Genossenschaftsmolkereien.

„Die Geschichte der Hjedding Andelsmejeri ist eine Geschichte von etwas, das wir gemeinsam geschaffen haben. Es geht um Demokratie, Mut und Unternehmertum“, sagt der Museumsdirektor.

Dieses ist genau die Geschichte, von der er träumt, noch mehr Menschen kennenzulernen, indem er ein Haus hinter dem aktuellen kleinen Museum baut, in dem die Geschichte in einem neuen Umfeld erzählt werden kann. Für Claus K. Jensen ist die Geschichte jedenfalls so besonders, dass sie seiner Meinung nach zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. „Es würde mich sehr freuen, wenn die Genossenschaftsmilch in die Welterbeliste aufgenommen wird, denn darauf können wir stolz sein“, sagt Claus K. Jensen.

Die Pläne und Zeichnungen für das neue Ausstellungshaus werden in diesem Jahr erstellt und wie es derzeit aussieht, wird es noch einige Jahre dauern, bis das Haus Realität wird

von

Günter Schwarz – 14.01.2020