Der Nature Energy Park wurde am Freitag vom Schnee befreit. Eine Gruppe freiwilliger Fans half am Sonntag vor dem Superliga-Spiel des Vereins im Stadion mit.
Odense: Die Schneefälle der letzten Wochen haben auch das Stadion Nature Energy Park der Odense OB in Weiß gehüllt.
Der Reporter der Zeitung war mit dem Fanclub „De stribede“ unterwegs, um am Stadion Schnee zu räumen. Der Fanclub hatte Anfang der Woche Freiwillige gesucht, die die Tribünen für das Heimspiel am Sonntag gegen den FC Midtjylland vorbereiten sollten.
– Ich finde es großartig. Es ist toll, dass wir in so kurzer Zeit so viele Schneeräumer zusammenbekommen. Dass die Leute das unterstützen und es als lustige Aktion sehen, sagt Line Hartmann-Weiergang, Vorsitzende von „De stribede“.
Laut dem Vorsitzenden entstand die Idee nach den Problemen, die letzte Woche in Aarhus beim Heimspiel der AGF gegen OB aufgetreten waren – das Spiel wurde wegen des Schnees auf Montag verschoben.
Die rund 50 Freiwilligen sollten helfen, die Zuschauerränge und den Spielertunnel vom Schnee zu befreien, damit das Superliga-Spiel am Sonntag stattfinden kann.
Die Erwartungen des Fanclub-Vorsitzenden an das Spiel am Sonntag sind hoch.
„Wir brauchen drei Punkte. Das ist nicht mehr nötig“, sagt Line Hartmann-Weiergang.
„Eine Gemeinschaft, in der sich jeder einbringen kann.“ Auch Sportdirektor Troels Bech war am Freitagmorgen auf dem Platz.
„Genau das ist es, was wir uns von OB wünschen: eine Gemeinschaft, in der sich jeder einbringen kann. Wir haben nicht mehr nur die Top-Mannschaften und die Basis, sondern können uns alle hier treffen, wo alles passiert. Diese Stärke dürfen wir nicht verlieren“, sagt Troels Bech.
Der Sportdirektor selbst hat diverse Verpflichtungen, die er im Rahmen seiner Vereinsarbeit erfüllen muss.
„Manche würden mich wohl als Schneeschaufel bezeichnen“, lacht Troels Bech auf die Frage, ob er auch Schnee schaufeln müsse.
„Natürlich müssen wir das. Viele von uns versuchen, ihre anderen Aufgaben zu vernachlässigen, um hier sein zu können. Wir alle sind ehrenamtlich für OB tätig, auch wenn einige von uns nebenbei noch andere Aufgaben übernehmen“, erklärt der Sportdirektor.