Notfall in Aabenraa: Ein Rätsel aus Rauch, das sich als angebranntes Mittagessen entpuppte

Es gibt Meldungen über eine verrauchte Wohnung in Aabenraa – wie aufregend für die Lokalberichterstattung. Man höre und staune: Möglicher Brand in einem Mehrfamilienhaus!

Am heutigen Sonntag kurz vor Mittag eilten Polizei Südjütland und Feuerwehr nach Hørgård in Aabenraa, ganz der typische Routineakt des Wochenenddienstes, der sich gerne als Großereignis tarnt. Die Presse versichert nicht, ob dieser Einsatz jener spannenden Schlagzeile gerecht wird oder lediglich als Vorwand dient, um den Kaffee in der Redaktion durch eine weitere Tasse zu ersetzen.

Laut erster Meldung war von einem Wohnungsbrand die Rede.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich heraus: Kein Brand. Die Flammen hatten offenbar keine Chance gegen die stickige Luft in der Küche.
Einsatzleiter Ole Aamann erklärte gegenüber TVSyd, dass es sich „lediglich um etwas zu stark angebranntes Essen“ handelte. Die Rauchentwicklung sei lediglich daraus entstanden. Sagen wir’s so: Die Kochkunst hatte mal wieder die Feuerwehr als Publikumsmagnet gebraucht.
Die Rettungskräfte waren folglich zügig vor Ort – rechtzeitig, um die Szene mit ernsten Mienen zu übernehmen und anschließend die Kollegen in den Lokalredaktionen mit einer weiteren dicken Pointe zu versorgen.

Reaktionen
Die Presse betont die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte, als hätten sie in einer TV-Serie die Dramaturgie optimiert.
Politische oder sicherheitsrelevante Debatten? Vielleicht später. Zunächst wird der Duft von verbranntem Essen als Meldestandpunkt genutzt, um die Aufmerksamkeit der Leser zu sichern.

Ein nüchterne Notfallmeldung, die sich als überzogene Alarmstufe 1 entlarvt hat. Das einzige Feuer, das wirklich brannte, war die Fantasie derjenigen, die aus einer Küchenkatastrophe eine Großinszenierung machen wollten. Ende der Meldung – oder doch nicht, denn die Gerüchteküche brodelt sicher noch in der betroffenen Siedlung.

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