Glyptothek bis zu sechs Jahre geschlossen – Restaurierung im Wert von zwei Milliarden Kronen

København: Die Glyptothek in Kopenhagen wird wegen einer umfassenden Restaurierung voraussichtlich vier bis sechs Jahre lang geschlossen bleiben. Die Maßnahme wird mit zwei großzügigen Fördergeldern in Höhe von insgesamt rund 1,5 Milliarden Kronen finanziert; insgesamt beträgt der Restaurierungsumfang rund zwei Milliarden Kronen.

Hintergrund
Die Glyptothek besteht seit 129 Jahren als einzigartiges Kulturdenkmal am Dantes Plads in Kopenhagen.
Millionen Besucherinnen und Besucher haben das Museum im Laufe der Jahre besucht; schon länger ist das Gebäude architektonisch weltgeltend als Kunstwerk anerkannt.
Aufgrund von Abnutzung und veränderten Anforderungen moderner Museumsbauten ist eine umfassende Sanierung nötig, die auch künftig die Funktionalität und Sicherheit des Gebäudes gewährleistet.

Finanzierung und Zeitplan
Der Großteil der Finanzierung ist gesichert: 75 Prozent der Mittel stammen aus Zuwendungen der Neuen Carlsberg Stiftung, insgesamt rund 1,5 Milliarden Kronen.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund zwei Milliarden Kronen.
Die Restaurierung soll voraussichtlich 2028 beginnen und vier bis sechs Jahre dauern.
Die Glyptothek hat auf ihrer Website eine vorübergehende Schließung angekündigt; Berlingske bestätigt, dass der Betrieb während der gesamten Projektlaufzeit geschlossen bleibt.

Architektur, Sicherheit und Barrierefreiheit
Ziel ist eine zukunftsfähige Gestaltung, die den steigenden Anforderungen an Sicherheit, Luftqualität und Raumklima gerecht wird.
Die Sanierung umfasst unter anderem die fachgerechte Instandsetzung der Mosaikböden und abgenutzter Bauteile.
Die historischen Strukturen sollen so modernisiert werden, dass Leihgaben internationaler Museen künftig besser möglich sind.
Insbesondere wurden die damaligen Planungen der Barrierefreiheit vernachlässigt; daher werden Maßnahmen ergriffen, um den Besuch der Glyptothek für Menschen mit körperlichen Einschränkungen deutlich zu erleichtern.
Geplant ist unter anderem eine barrierefreie Neugestaltung des Haupteingangs.

Ausstellungs- und Kommunikationsstrategie während der Schließung
Während der Bauphase plant das Museumsteam verschiedene Ausstellungs- und Kommunikationsformate außerhalb der regulären Räume, um Teile der Sammlung einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Ziel ist es, Transparenz über das Projekt zu schaffen und das kulturelle Erbe auch während der Schließung erfahrbar zu halten.

Ausblick
Mit der Restaurierung soll die Glyptothek nicht nur optisch, sondern auch funktional für die kommenden Jahrzehnte gewappnet werden.
Die Projektleitung betont, dass die Balance aus dem Erhalt des historischen Werts und der zeitgemäßen Museumspraxis im Mittelpunkt steht.
Die Fertigstellung der Maßnahme ist abhängig von der vollständigen Finanzierung und dem Starttermin, der nach Sicherung aller Mittel festgelegt wird.

Kommentar aus Kulturpolitik
Experten betonen, dass die Glyptothek ein bedeutendes kulturelles Aushängeschild Dänemarks bleibt, dessen Zukunft durch die geplante Modernisierung gesichert wird.
Die Initiative unterstreicht zugleich den Bedarf, historische Bausubstanzen behutsam zu sanieren und gleichzeitig für barrierefreie Zugänge zu sorgen.

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