Stadt und Land sollen enger zusammenarbeiten – Projekt nimmt Dorfideen in den Fokus

Ribe / Esbjerg – Stadt und Land sollen sich nicht gegeneinander, sondern miteinander entwickeln: Drei Gemeinderäte aus Ribe arbeiten in einem gemeinsamen Projekt daran, den Austausch zwischen Ribe und den umliegenden Dörfern zu stärken. Ziel ist es, die Ideen der Bürgerinnen und Bürger aufzunehmen und gemeinsam eine Richtung für die Entwicklung im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Ribe zu finden.

Bürgergespräche in 2027: Zuhören, Ideen sammeln und gemeinsam planen
Im Laufe des Jahres 2027 werden die Gemeinderäte Ribe Syd, Ribe Midt und Ribe Nord Ribe sowie die umliegenden Dörfer besuchen. Dabei steht das persönliche Gespräch im Mittelpunkt: Die Projektverantwortlichen wollen Meinungen einholen, Ideen sammeln und konkrete Entwicklungsmöglichkeiten gemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohnern erarbeiten.

Die gesammelten Informationen sollen anschließend als Grundlage für neue Dorfentwicklungspläne dienen. „Unser Ziel ist es, eine gemeinsame und solide Basis für kommunale und lokale Entscheidungen und Maßnahmen zu schaffen, die unsere Region in den nächsten 10 bis 15 Jahren weiterentwickeln können“, sagt Annette Aagaard Thuesen vom Gemeinderat Ribe Nord.

Widerspruch überwinden: Gemeinsam statt getrennt
Die Initiatoren machen deutlich, dass es darum geht, ein altes Muster zu überwinden – den vermeintlichen Gegensatz zwischen Stadt und Land. Stattdessen sollen lokale Gemeinschaften voneinander lernen und gemeinsam konkrete Vorschläge entwickeln, die Siedlungswesen, Gemeinschaften und Entwicklung stärken.

„Ribe braucht das Einzugsgebiet, und das Einzugsgebiet braucht Ribe. Wir sind miteinander verbunden und stärken uns gegenseitig. Auf dieser Verbindung wollen wir aufbauen“, betont Jan Søndergaard Hansen vom Gemeinderat Ribe Süd. Unterstützt wird er unter anderem von Lene Unnerup (Ribe Midt) sowie dem Bauernverein Ribe Bykernes Beboerforening.

Unterschiedliche Stärken – jedes Dorf soll seinen Charakter behalten
Lene Unnerup hebt hervor, dass die Region durch starke Gemeinschaften, eine besondere Natur, Geschichte und Kultur sowie einen gemeinsamen Alltag geprägt ist – zugleich aber unterschiedliche Gemeinschaften und damit auch unterschiedliche Bedürfnisse. „Ich sehe das als Stärke“, sagt sie.

Das Projekt legt Wert darauf, die Vielfalt der Dörfer zu berücksichtigen. Konkrete Beispiele: Vester Vedsted soll seinen über 100 Jahre alten, unverwechselbaren Charakter bewahren, während Roager seinen starken Zusammenhalt schützen soll. Die Gemeinderäte betonen, dass es nicht „die eine“ Lösung für alle geben werde.

Förderung aus dem Fonds für ländliche Entwicklung
Das Projekt „Was uns verbindet – Aktives Leben auf dem Land, in kleineren Städten und in Ribe“ erhält 800.000 DKK aus dem Fonds für ländliche Entwicklung.

Laut Projektplan liefert die Gemeinde Esbjerg unter anderem demografische Daten sowie Informationen zu bestehenden Strategien und Plänen. Die Universität von Süddänemark begleitet und dokumentiert den Prozess.

Ausblick: Gemeinsam die Region als Ganzes im Blick
Neben der Entwicklung konkreter Dorfpläne soll das Projekt auch dazu beitragen, dass mehr Bürgerinnen und Bürger in Ribe die Region insgesamt stärker als zusammenhängenden Raum betrachten.

„Ich hoffe, dass wir, die wir in Ribe leben, erkennen, welchen Beitrag die Bürgerinnen und Bürger in den Dörfern leisten können und wie wir voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen können“, sagt Lene Unnerup.

Quellen und Kontakt
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Lene Unnerup, Annette Aagaard Thuesen und Jan Søndergaard Hansen von den Gemeinderäten Süd, Mitte und Nord. Weitere Informationen finden sich zudem auf der Website der Gemeinde.

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