Billund: Pia Dahl zieht nach drei Monaten als Billunds neue Lebensmittelhändlerin Bilanz.
Im September übernahm sie ihren ersten Laden als selbstständige Lebensmittelhändlerin in Rema 1000 in Billund und erfüllte sich damit einen lang gehegten Traum.
Und die ersten Monate waren alles andere als langweilig.
„Es war toll, aber auch eine sehr arbeitsreiche Zeit. Ich musste mich in viele neue Dinge einarbeiten, und das war nicht einfach. Das will ich gar nicht verheimlichen. Aber ich bin glücklich“, sagt sie lächelnd.
Eine Lebensmittelhändlerin, die man sieht
Pia Dahl möchte eine Lebensmittelhändlerin sein, die ihre Waren ordentlich einräumt, Blumen dekoriert und auch gerne selbst an der Kasse mitarbeitet. Das hat sie hier anfangs auch getan.
„Aber ich hatte auch viel Büroarbeit“, sagt sie.
Trotzdem hat Pia dem Laden bereits ihren Stempel aufgedrückt – und zwar gleich beim Betreten. Sie und ihre Mitarbeiter haben den Laden offener gestaltet, sodass die Kunden sofort einen guten Überblick bekommen. Man kann tatsächlich bis zum anderen Ende des Ladens sehen.
„Es soll hell und freundlich sein, wenn man den Laden betritt, und die Kunden sollen sich von uns gut betreut und willkommen fühlen“, sagt Pia Dahl.
Und die Veränderungen sind noch nicht abgeschlossen.
„Nächstes Jahr werden wir einige Produkte im Kassenbereich umstellen – und das wollen wir so schonend wie möglich für die Kunden gestalten“, betont die Lebensmittelhändlerin.
Kundenunterschiede
Bevor Pia Dahl nach Billund kam, arbeitete sie 16 Jahre lang im Rema 1000 in Grindsted und kennt das Konzept der Supermarktkette daher bestens.
Die Kunden können sich jedoch von Filiale zu Filiale stark unterscheiden. Deshalb gehörte es auch zu Pia Dahls Aufgaben, herauszufinden, was den Kunden in Billund wichtig ist.
„Hier fragen die Kunden beispielsweise nach Freilandhühnern. In Grindsted ist das ganz anders, dort legt man wohl eher Wert auf günstige Preise. Billund ist außerdem eine Stadt mit vielen internationalen Gästen, und die legen generell mehr Wert auf Nachhaltigkeit, wie ich festgestellt habe. Wir hatten diesen Herbst schon einige Touristen im Laden, und ich freue mich schon auf Frühling und Sommer, wenn sie wieder regelmäßig kommen“, sagt Pia Dahl.
Auch die Mitarbeiter ihres neuen Supermarkts in Billund haben den Jobwechsel natürlich bemerkt.
Unsere vierjährige Labradorhündin Ardi muss sich wohl daran gewöhnen, dass ich jetzt meist später nach Hause komme – zwischen 16 und 18 Uhr. Sie ist dann ganz aufgeregt und ahnt noch nicht, was sie alles für mich tun wird, wenn ich zur Tür hereinkomme. Mein Mann geht dann auch gerne noch schnell einkaufen – er kann sich einen Kaffee holen und mithelfen, sagt Pia lächelnd.