Die türkische Führung verschärft den Kurs gegen Kritiker jetzt unter dem „Schutz“ des Ausnahmezusrandes erheblich und geht nach dem Putschversuch der Militärs immer rigoroser gegen Widersacher und vermeintliche Kollaborateure der Putschisten vor.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ordnete die Schließung von mehr als 2300 Einrichtungen im Land an, darunter befinden sich Schulen sowie gemeinnützige, gewerkschaftliche und medizinische Institutionen.

Im Machtkampf Erdogans mit seinem einstigen Verbündeten und heutigen Erzfeind Fethullah Gülen, den er als den Initiator des Putsches bezichtigt, und der sich bereits seit 2003 in den USA im Asyl befindet, sorgt eine Festnahme für Aufsehen. Erdogan ließ Muhammet Sait Gülen, einen Neffen des islamischen Predigers, im osttürkischen Erzurum, in der Heimatregion der Familie Gülen festnehmen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag.

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Günter Schwarz – 23.07.2016