Die Øresund-Brücke, die die dänische Hauptstadt København mit dem schwedischen Malmö verbindet, muss einen neuen Anstrich bekommen. Die Malerarbeiten sollen 2019 beginnen, und sie werden voraussichtlich bis 2032 andauern.

Nach 16 Jahren hat die Witterung die Stahlkonstruktion der Øresundsbrücke derart in Mitleidenschaft gezogen, dass nun nach Angaben von Øresundsbro Konsortiet die gesamte Brücke wieder von Grund auf gestrichen werden muss.

Dass die Arbeiten auf der acht Kilometer langen Brücke mit ihren insgesamt 300.000 Quadratmetern so viel Zeit nehmen wird, hängt damit zusammen, dass eine solche Arbeit noch nie zuvor gemacht worden ist. Ein Team von Experten hat jetzt den Auftrag bekommen, mit interessierten Malerfirmen Lösungen zu erarbeiten, wie dieses Projekt in der Praxis zu realisieren ist.

Die Øresundsbrücke wurde seinerzeit vor ihrer Einweihung noch an Land gestrichen, aber diesmal sind diese Arbeiten gefährlich,  denn Züge, die mit 200 Stundenkilometern passieren, die Autobahn über der Eisenbahn und Hochspannungsleitungen mit 26.000 Volt sind neben dem wechselnden Wetter eine große Herausforderung und eine Gefahr für die Anstreicher. Deshalb ist u. a. eine Schirmwand geplant, die die Maler bei ihrer Arbeit vor Gefahren schützen sollen.

Möglicherweise werden auch Roboter eingesetzt, soweit diese möglich ist.

Zu prüfen sind auch neue Farben, die sowohl wetterfest als auch umweltverträglich sein sollen.  Normale Wasserfarben sind dafür nicht geeignet.

Den Planungen nach soll die Südseite von 2019 bis 2023 neue Farbe erhalten, die nördliche Seite folgt dann in den Jahren 2024 bis 2028. Die untersten Stahlkonstruktionen werden dann zuletzt ab 2028 neu behandelt.

von

Günter Schwarz – 02.08.2016