Aksel Larsen wird am 15. November 1958 nach seiner Kritik am Vorgehen der Sowjet Union während des Ungarn-Aufstandes von 1956 aus der Kommunistischen Partei Dänemarks ausgeschlossen.

Der am 5. August 1897 in Brændekilde bei Odense geborene und am 10. Januar 1972 in Frederiksberg im Großraum København verstorbene Aksel Larsen war ein dänischer Politiker. Er war einer der ersten Sozialdemokraten, und wurde später ab 1920 zum Kommunisten. Nach seinem Ausschluss aus der kommunistischen Partei 1958 gündete er wenige Tage später die Sozialistische Volkspartei (SF), die auch heute noch im dänischen Folketing vertreten ist.

Während der deutschen Besetzung Dänemarks vom 9. April 1940 bis zum 5. Mai 1945 stand er, als Deutschland die Sowjetunion am 22. Juni 1941überfiel, unter besonderer Beobachtung der Gestapo. Dennoch war Larsen im Jahr 1942 einer der Mitbegründer der Widerstandsbewegung „Frit Danmark“ (Freies Dänemark). Am 5. November 1942 wurde er von der vGetapo festgenommen und über 17 Stunden lang verhört. – Das Abfrageprotokoll füllt angeblich 83 Seiten. Was Larsen aussagte, ist bis heute unklar.

Larsen kam dann am 28. August 1943 ins KZ Sachsenhausen, von wo aus er mit den sogenannten „weißen Bussen“ im April 1945 nach Schweden verbracht wurde. Von Schweden aus kehrte er am Morgen des 5. Mai 1945 heim nach Dänemark. Im „Buhl II Kabinett“, der sogenannten  „Befreiungs-Regierung“ vom 5. Mai bis 7. November 1945 wurde Aksel Larsen Minister ohne Geschäftsbereich.

Am 15. November 1958 wurde er zusammen mit anderen führenden Kommunisten nach Kritik des Kommunismus und der Sowjetunion infolge des Ungarn-Aufstand von 1956 aus der kommunistischgen Partei Dänemarks ausgeschlossen.

Das führte 24. November 1958 zur Gründung der Sozialistischen Volkspartei (SF), die für einen dänischen Sozialismus eintritt und in der folgenden Wahl schon mit 11 Abgeordneten ins Folketing einzog.

von

Günter Schwarz  – 15.11.2016