(Moskau) – Die rechtsextreme französische Präsidentschaftskandidatin und Vorsitzende des Front National, Marine Le Pen, hat sich heute in Moskau für bessere Beziehungen zu Russland ausgesprochen. Das gegenwärtige schlechte Verhältnis sei nicht gerechtfertigt, sagte sie heute im außenpolitischen Ausschuss der Staatsduma in Kreml.

Das russische Parlament hatte Marine Le Pen nach Moskau eingeladen. Der Ausschussvorsitzende Leonid Sluzki nannte ihren Moskau-Besuch kurz vor der Präsidentenwahl in Frankreich eine „mutige Tat“, wie die Agentur Interfax meldete.

Kritik an EU

Russland und Frankreich sollten zusammenhalten gegen zwei große Herausforderungen – die Globalisierung und den Islamismus, wurde Le Pen in russischen Meldungen zitiert.

Über ihr eigenes Land sagte sie, Frankreich sei nicht mehr völlig souverän. Es habe viele Vollmachten an die EU abgetreten, vor allem in Handelsfragen. Die voraussichtlich zwei Runden der französischen Präsidentschaftswahl finden am 23. April und am 7. Mai statt.

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Günter Schwarz – 24.03.2017