In dem „Kundby-Fall“, der in ganz Dänemark aufmerksam cerfolgt wurde, ist gestern nun vom Gericht in Holbaek das Strafmaß zum dem am Montag verhängten Urteil gesprochen worden. Die 17-Jährige Angeklagte wurde schulding gesprochen und muss jetzt für sechs Jahre in Haft.

Das Gericht in Holbæk hat am Donnerstag eine 17-Jährige zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie Bombenangriffe auf zwei Schulen geplant hat. Das aus Kundby stammende Mädchen, das in der Öffentlichkeit  im Laufe der Ermittlungen stets als „Kundby-Mädchen“ bezeichnet worden war, hatte als 15-Jährige im Herbst 2015 versucht, Kontakt zur Terrororganisation Islamischer Staat aufzunehmen. Sie stieß auf militante Islamisten und nach einer Türkeireise kehrte die junge Frau radikalisiert nach Westseeland zurück.

Die Anschläge auf die Schulen, die das Mädchen mit selbst gebauten Bomben und Chemikalien aus einem Matas-Geschäft ausführen wollte, kamen jedoch nie zur Ausführung. Seit Januar 2016 sitzt die junge Frau in Haft. Während der Untersuchungshaft stach sie auf einen Pädagogen ein, auch dieser Tatbestand war Teil des Urteils. Die Anklage hatte Sicherheitsverwahrung gefordert, das Gericht entschied sich nun für sechs Jahre Gefängnis.

von

Günter Schwarz – 19.05.2017