Wie der Chefökonom von Dansk Erhverv, Steen Bocian,  sagt, hat der wirtschaftliche Aufschwung nach vier Jahren in Dänemark nun auch die ländlichen Gegenden erreicht, zu denen auch die Region Syddanmark zählt. Dieses besagt seine neue Analyse des Wirtschaftsverbandes Dansk Erhverv.

Jahrelang befand sich auch die dänische Wirtschaft in einer Regressionsphase, die durch die globale Banken- und Finanzkrise aus den Jahren 2007/2008. Erst 2013 begann dann wieder der wirtschaftliche Aufschwung, der jetzt auch die ländlichen Räume erreicht.

„Es sind jetzt nicht nur die Großstadtregionen, die vom Aufschwung profitieren, sondern es sind alle. Der Aufschwung ist nun so stark, dass dieser alle Landesteile erreichen kann“, sagt Chefökonom Steen Bocian von Dansk Erhverv.

Die aktuellen Zahlen der Analyse besagen, dass der Reallohn (Lohnsteigungen minus Inflation), die Beschäftigung und die Immobilienpreise im gesamten Land gestiegen sind. Die Gebiete außerhalb der Großstädte hatten bislang immer das Nachsehen gehabt – doch nun wendet sich das Blatt. „Der Aufschwung war bisher immer so gering dass, wenn es in einigen Gebieten gut lief, dann ging es gleichzeitig anderen Regionen schlechter. Doch nun werden überall viele neue Arbeitsplätze erschaffen und alle können davon profitieren“, meint Bocian.

Die Zahlen von Syddanmark liegen aktuell bei einer Steigung von 1,8 Prozent im Realeinkommen im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum ersten Quartal 2016. Die Immobilienpreise verzeichnen ein Plus von 1,0 Prozent, während die Beschäftigung mit 1,7 Prozent zunahm. Realeinkommen und Beschäftigung entwickeln sich im landesweiten Vergleich in Syddanmark gut. Lediglich die Immobilienpreise verzeichnen den landesweit niedrigsten Anstieg.

von

Günter Schwarz – 27.05.2017