(Hemmingstedt) – Nach einer Verkehrsunfallflucht am Sonntagmorgen in Hemmingstedt hat das am Unfallort zurückgebliebene Kennzeichen die Polizei schließlich zum Unfallfahrer geführt. Der war alkoholisiert und lag mittlerweile im Bett.

In den frühen Morgenstunden rückte eine Streife in die Meldorfer Straße aus, weil dort einige größere Gegenstände auf der Fahrbahn liegen sollten. Wie sich herausstellte, stammten diese von zwei Metallpfosten einer Verkehrsinsel, die ein Autofahrer offenbar umgefahren hatte. Von dem Unfallverursacher jedoch war weit und breit nichts zu sehen.

Allerdings fand sich neben Scheinwerferteilen eines Audis ein Kennzeichen am Ort des Geschehens – vermutlich das des Unfallwagens. An der darauf aufgesuchten Halteranschrift wurden die Beamten nicht fündig. Über weitere Umwege ermittelten sie schließlich aber doch noch den aktuellen Nutzer des Audis, einen 30-jährigen Mann. Der befand sich mittlerweile in seinem Bett und räumte bereitwillig ein, den Unfall in alkoholisiertem Zustand verursacht zu haben.

Ein Atemalkoholtest bei dem Beschuldigten ergab einen Wert von 1,0 Promille, worauf eine Richterin die Entnahme einer Blutprobe anordnete. Nun muss sich der Dithmarscher wegen der Unfallflucht, dem Führen eines Fahrzeugs unter Alkoholeinfluss und wegen dem Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten – denn einen Führerschein besaß der Beschuldigte nicht.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Itzehoe vom 03. Juli 2017 um 13:21 Uhr

von

Günter Schwarz – 03.07.2017