(Rendsburg) – Sonntagnachmittag wurde die Bundespolizei über Personen im Gleis informiert. Offensichtlich sollten sich zwei Jugendliche im Bereich der Rendsburger Schleife (erhöhte Bahngleise in Rendsburg) aufhalten und dort Züge fotografieren.

Aufgrund der Lebensgefahr veranlasste die Bundespolizei die Sperrung der Bahnstrecke und fuhr mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort. Die Beamten suchten den Streckenabschnitt ab, konnte aber keine Jugendlichen feststellen. Der Einsatz schien beendet.

Jedoch meldeten Bahnmitarbeiter kurze Zeit später einen jungen Mann, der im Rendsburger Bahnhof Züge fotografierte. Eine Streife der Landespolizei übernahm den Einsatz und stellte die Personalien fest. Nach Sichtung der Speicherkarte der Kamera, stellte sich heraus, dass der 15-Jährige möglicherweise die betreffende Person in den Gleisen war.

Sollte dieses zweifelsfrei nachgewiesen werden, so würde ihn eine Anzeige erwarten und ggf. zivilrechtliche Forderungen der Deutschen Bahn.
Die Bahnstrecke war von 14.03 bis 14.47 Uhr für die Einsatzmaßnahmen der Bundespolizei gesperrt. Sechs Züge erhielten Verspätungen.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Gefahren im Bahnbereich hin. Betreten Sie keine Bahngleise außerhalb der Bahnübergänge. Wenn Personen im Gleis gemeldet werden, so löst dieses einen Polizeieinsatz aus.

Quelle: Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Flensburg vom 19. Juli 2017 um 12:05 Uhr

von

Günter Schwarz – 19.07.2017