Quickborn (ots) – Nach dem Fund einer noch unbekannten Männerleiche am Freitagabend nahe einem Rastplatz in Quickborn hat die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Itzehoe in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Itzehoe die Ermittlungen übernommen.

Gegen 20.45 Uhr hat ein LKW-Fahrer in einem Waldstück am Rastplatz Holmmoor die Leiche eines Mannes jüngeren Alters entdeckt. Der Tote dürfte nach derzeitigen Erkenntnissen bereits länger dort gelegen haben, die Auffindesituation insgesamt deutet auf ein Fremdverschulden hin. Die Identität des Mannes ist bis jetzt noch nicht geklärt, rechtsmedizinische Untersuchungen hierzu und zur Todesursache laufen. Abschließende Ergebnisse sind vor Montag nicht zu erwarten.

Weitere Auskünfte werden seitens der Pressestelle und der Staatsanwaltschaft Itzehoe aktuell nicht erteilt – es wird unaufgefordert nachberichtet werden.

Die Hamburger Morgenpost schreibt heute, dass es sich bei dem gefundenen Toten um einen jungen Mann handeln soll, der seit dem 23. Juni als vermisst galt. Der „MoPo“ nach wurde der Nachwuchs-Boxer Tunahan K. (✝22) aus Schenefeld zuletzt in Hamburg an der Kollaustraße gesehen. Sein Vater hatte damals im türkischen Fernsehen und über die sozialen Netzwerke nach ihm gesucht. Für den Vater ist es seit gestern gewiss, sein Sohn, Cemil K., lebt nicht mehr.

Die Polizei äußert sich diesbezüglich noch nicht öffentlich und wartet die Ergebnisse aus der Obdduktion ab, um dann zu entscheiden, wie in dem Fall weiter ermittelt wird und inwieweit die Öffentlichkeit informiert werden kann.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Itzehoe vom 22. Juli 2017 um 19:57 Uhr

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Günter Schwarz – 23.07.2017