Der dänische Balletttänzer und Choreograph Børge Ralov wird am 26. Juli 1908 mit vollem Namen als Børge Leo Sylvester Ralov in København geboren.

Ralov besuchte die Ballettschule des Königlichen Theaters in København und war von 1927 bis 1957 Mitglied des Königlichen Balletts, in dem er ab 1933 als Solist und ab 1942 als Erster Solist tanzte. Seit 1934 unterrichtete er auch an der Ballettschule des Königlichen Theaters.

Anfang der 1930er Jahre wurde er von George Balanchine in mehreren Balletten eingesetzt, die dieser am Königlichen Theater inszenierte, wobei er sich insbesondere als Müller in „Der Dreispitz“ auszeichnete. Seinen Durchbruch hatte er in Michel Fokines „Josephs-Legende“ und erhielt den der Folge den Titel eines Solotänzers des Königlichen Balletts.

Als Choreograph debütierte er 1934 mit dem ersten modernen dänischen Ballett „Enken i Spejlet“ (Musik von Bernhard Christensen). Es folgten Werke wie das sinfonische Ballett „De fire Temperamenter“ (1939) und „Tolv med Posten“ (1942) nach Hans Christian Andersen. Seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Tänzerin Margot Lander brachte beiden 1942 den Titel eines Ersten Solotänzers.

1950 choreographierte Ralov das erste dänische Fernsehballett „Video“. Nach seiner Trennung vom Königlichen Theater 1957 arbeitete er mehrere Jahre als Choreograph und Produzent für den Dänischen Rundfunk. Daneben wirkte er als Ballettinstrukteur an einigen Operetten- und Musicalaufführungen wie „Der Fiedler auf dem Dach“ an „Det Ny Scala“ mit.

In erster Ehe war Ralov mit Grete Lis Paaske, der Tochter des Schauspielers Kai Paaske verheiratet, in zweiter Ehe (1944-51) mit der Tänzerin Kirsten Laura Gnatt.

Børge Ralov verstarb am 17. Dezember 1981 in seinem Geburtsort København.

von

Günter Schwarz – 26.07.2017