Der dänische Schriftsteller Theodor Vilhelm Rumohr wird am 2. August 1807 in København unter dem Namen Theodor Vilhelm Kjelstrup geboren. Kjelstrup ist sein eigentlicher Familienname. Der Familiennname Runohr, unter dem er bekannt wurde, ist lediglich ein Name, den der durch Adoption erhalten hat.

Kjelstrup Rumohr studierte Rechtswissenschaften und fand nach erfolgreichem Abschluss dieses Studiums eine Anstellung in der Redaktion der „Berlingschen Zeitung“. 1839 erhielt Rumohr ein staatliches Stipendium, mit dem er eine Art Studienreise (Grand Tour) durch Deutschland und die Schweiz unternehmen konnte.

Nach seiner Rückkehr nach Dänemark ließ er sich für einige Zeit wieder in seiner Heimatstadt København nieder. 1850 übersiedelte er nach Syddanmark, dort übertrug man ihm 1853 das Amt des Hardesvogts in Haderslev. Dieses Amt bekleidete er bis zur Besetzung dieser Region durch die Preußen nach dem „Zweiten Schleswig-Holsteinischer Krieg“ 1864.

Zwischen 1864 und 1874 bereiste Rumohr immer wieder für längere Zeit Südeuropa, Nordafrika und den Nahen Osten. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Rumohr eher zurückgezogen zu Hause in Dänemark. Dort starb er dann am 15. Oktober1884 im Alter von ungefähr 77 Jahren.

Rumohrs literarisches Werk besteht neben patriotischen Gedichten und einigen Dramen überwiegend aus historischen Romanen, in denen er die Geschichte des Königreich Dänemarks thematisierte. Gerade diese fanden eine große Leserschaft und wurden auch von der Literaturkritik wohlwollend besprochen.

von

Günter Schwarz – 02.08.2017