(Sønderborg) – Die rechtspopulistische Dansk Folkeparti (DF / Dänische Volkspartei) möchte in der Parteigruppe „Nordische Freiheit“ (Nordisk Frihed) neben mit „Den Finnen“ auch mit den nationalkonservativen „Schwedendemokraten“ zusammenarbeiten und somit eine „Nationalistische Internationale“ gründen. Diese Parteien stehen allesamt für eine stramme und gegen alle Fremde und alles Fremde gerichtete Ausländerpolitik.

In Schweden stehen die sogenannten „Schwedendemokraten“ im Parlament öfters alleine da und werden von allen demokratischen Parteien weitgehend ausgegrenzt. Doch in Dänemark, bei den Parteikollegen von der Dänischen Volkspartei (DF), ist das ganz anders, denn sie erhalten hier Unterstützung von den von ihnen abhändigen konservativen Regierungsparteien in der Minderheitsregierung, und merkwürdigerweise sogar die dänischen Socialdemokraterne „stoßen oft mit ihnen in dasselbe Horn“.. Sie haben die „Schwedendemokraten“ nun eingeladen, in die Parteigruppe der „Nordischen Freiheit“ einzutreten. Bisher bestehe die Gruppe lediglich aus der Dansk Folkeparti und der rechtspopulistischen finnischen Partei, „Die Finnen“.

„Das ist ein großer Sieg für sozialkonservative Bewegung im Norden“, sagt der Vorsitzender der „Schwedendemokraten“, Aron Emilsson, die sich nebenbei gesagt als sozialkonservativ bezeichnen, um damit ihre wahre Gesinnung die des Faschismus und Nationalsozialismus zu kaschieren.

Derzeit sind diese drei Parteien zum ersten Gruppentreffen der „Nordischen Freiheit“ in Sønderborg versammelt. Selbstverständlich stehen die Grenzkontrollen ganz oben auf der Tagesordnung, die auch einen Besuch an der deutsch-dänischen Grenze umfasst, berichtet die Tageszeitung Jyllands-Posten.

Auf die Frage, warum die Dansk Folkeparti nun noch enger mit den „Schwedendemokraten“ zusammenarbeiten wollen, antwortet ein Sprecher von DF: „Wir betrachten die ,Schwedendemokraten‘ als eine ordentliche Partei, die oft zu Unrecht bestimmten Schubladen zugeteilt wurden.“

von

Günter Schwarz – 06.08.2017