(Wacken) – Aus Sicht der Polizei sind die letzten Stunden überaus friedlich verlaufen. Straftaten gab es nur wenige zu verzeichnen – vielmehr waren es Maßnahmen rund um den Verkehr, die die Einsatzkräfte beschäftigt haben. Derzeit herrscht reger Abreiseverkehr, der bereits in den frühen Morgenstunden einsetzte.

Am Samstag war das Besucheraufkommen derart hoch, dass die Hauptstraße um 19.30 Uhr wegen der Vielzahl von Fußgängern komplett für den Durchgangsverkehr gesperrt werden musste – da half auch keine Durchfahrtsberechtigung. Erst gegen 01.00 Uhr ebbte der Publikumsverkehr wieder ab, so dass der Fahrzeugverkehr in eine Fahrtrichtung wieder fließen konnte. 55 Tagesgäste, die ihre Wagen behindernd oder ordnungswidrig abgestellt hatten, erhielten als nicht so schönes Wacken-Andenken ein Ticket. Insgesamt notierte die Polizei in der Wacken-Woche bis zum heutigen Morgen rund 270 Verkehrsverstöße, darunter 17 Fahrten unter Drogen- oder Alkoholeinfluss.

Um 13.30 Uhr entdeckte der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes einen Mann, der sich im „Wackinger Village“ einen Joint anzündete. Er stoppte dieses Unterfangen und nahm den Schweizer mit sich. Der hatte noch ein kleineres Päckchen mit Cannabis-Produkten bei sich, die er der Polizei bereitwillig übergab. Der 20-Jährige muss sich nun wegen dem unerlaubten Betäubungsmittel-Besitz verantworten, sein Zugangsbändchen zum Festivalgelände wurde einkassiert. Ebenfalls eine Anzeige wegen dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz handelte sich ein 25-jähriger Syrer ein, der Marihuana bei sich hatte und damit bei einer Einlasskontrolle auffiel. Auch er musste seine Drogen der Polizei aushändigen.

Aktuell ist der Abreiseverkehr aus Wacken in vollem Gange, rund 40 Prozent der Campingflächen sind derzeit nur noch belegt. Bereits gegen 06.00 Uhr machten sich einige Besucher auf den Heimweg. Die ausgewiesenen Abreiserouten sind gut belegt, größere Staus gibt es bis jetzt keine. Zu erwarten sind allerdings erhebliche Behinderungen auf der Autobahn 23 – aktuell staut sich der Verkehr in Richtung Hamburg bereits bis nach Tornesch zurück. Grund hierfür sind Baustellen, ein Liegenbleiber und ein Verkehrsunfall im Bereich Hamburg. Das Verlassen der Zeltflächen selbst klappt recht reibungslos, die Überfahrten sind wegen der teils matschigen Untergründe mit Hackschnitzeln ausgelegt.

Die Polizei wünscht allen Abreisenden eine gute Heimfahrt und hofft auf ein Wiedersehen in Wacken 2018!

Wir wollen nicht hoffen, dass die abreisenden Metal-Fans in einen Stau geraten, wie es aus den Bildern aus dem Jahr 2009 hervorgeht.

Die polizeilichen Gesamt-Zahlen liegen aktuell noch nicht vor und können bei Bedarf ab Montag erfragt werden.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Itzehoe vom 06.08.2017 um 10:20 Uhr

von

Günter Schwarz – 06.08.2017