Vor 70 Jahren, im Jahr 1947, warnte das US-Kriegsministerium vor Populismus – nun in der „Trump-Ära“ in der USA ist der Streifen aktueller denn je.

Die Ausschreitungen in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia mit einer toten Frau und zahlreichen Verlerzten sind nach wie vor das Thema Nummer eins in den USA. Die Erschütterung über rechtsextreme Parolen und die Gewalt ist groß. Jetzt macht ein Video auf den sozialen Medien die Runde, das nachdenklich stimmt: Eigentlich stammt es aus dem Jahre 1947 und wurde vom damaligen Verteidigungsdepartement der USA produziert. „Don’t be a Sucker“, zu Deutsch „Sei kein Dummkopf“, zeigt die Gefahren von Populismus auf – und ist im Jahre 2017 aktueller denn je.

Der Forscher Michael Oman-Reagan stellte einen Ausschnitt des Videos auf Twitter:

Dort ist ein Mann zu sehen, der vor einer Gruppe Passanten eine Hasspredigt hält: “Schwarze besetzen Arbeitsplätze, die uns gehören! Wenn das so weiter geht, was passiert dann mit uns richtigen Amerikanern?”, regt er sich auf. Ein Zuhörer wundert sich über die Tirade des Mannes: Er sei gebürtiger Ungar und habe diese Haltung zuletzt in Nazi-Deutschland erlebt.

Die Kern-Botschaft des Videos ist schlussendlich: „Die ,anderen‘ gibt es nicht, es gibt nur Amerikaner.“ Genau das Gegenteil von der Ideologie der rechtsradikalen Demonstranten in Charlottesville, die der amtierende US-Präsident nur sehr halbherzig wegen ihres Tuns tadelte, was nicht zuletzt als Hinweis auf die Einstellung von Donald Trump zu werten ist.

von

Günter Schwarz – 15.08.2017